There was pain without hope of healing. There was life that refused to end. Long after the mind had begged to body to cease. And worst, there were dreams come true.
- Books of Blood – by Clive Barker –
Ich kann nicht mehr schlafen. Ich träume von Nazis in tannengrünen Uniformen, die mir ihre Schlagstöcke dorthin schieben, wo die Sonne nicht scheint, und das jedes Mal, wenn ich die Augen schließe. Ich möchte mich entschuldigen. Bei Mikes Mom und bei Joshes Mom und meiner Mom. Es tut mir so … so leid. All das ist meine Schuld.
Oh … Moment. Ich glaube, ich bin im Moment im falschen Film. Obwohl es nicht sooooo weit an der Wirklichkeit vorbei ist und die Sinnsuche in einem Shota-Klickspiel für verzweifelte Langeweilefetischisten inzwischen tatsächlich ein bisschen dem Blairwitch Project gleicht. Alles um mich herum erscheint mir grisselig, manchmal bilde ich mir ein, Guys aus einer Ecke meines Zimmers quieken zu hören und den Weg nach draußen finde ich auch nicht mehr.
*seufz*
Aber wenigstens geht es Guys genau so schlecht wie mir.
Frisch vergewaltigt lässt sich der junge von seinem neuen besten Freund in Richtung seiner Zelle, bis sich Evan schließlich verabschiedet, um sich in Ruhe aufs Ohr hauen zu können. Aber wie das immer so ist, müssen wir natürlich einen weiteren Charakter aus dem faszinierenden Cast kennenlernen. Und weil wir keine andere Wahl haben, torkelt er auch schon in uns hinein.
Es ist Vallewida, das Traumbishi mit den leeren Augen und dem noch leereren Kopf, das – ähnlich wie Guys – gerade frisch durchgebimst durch die unheimlichen Flure der Strafanstalt streunt. Huppsi! Hab ich das mit der sexuellen Gewaltanwendung etwa schon vorweg genommen? Oh ich Dummerle, jetzt habe ich doch einen Plotpoint versaut und die ganze Spannung vorweg genommen. Noin!
Wissen Sie was? Vergessen Sie doch einfach, was ich da gerade geschrieben habe, damit sie später noch angemessen schockiert reagieren können. Einer von uns muss das ja machen. Ich bin inzwischen – ganz offen gestanden – ein wenig abgestumpft.
Wir dürfen nicht vergessen, dass Willi Wunder ja mal ein hochrangiger Soldat war. Also jemand, der auch mal einen Befehl über den Kasernenhof plärren kann, wenn es sein muss. Erstaunlicherweise macht aber der weißhaarige junge Mann den Eindruck, als sei er von einer Frau synchronisiert wurden. Leise und feminin nuschelt er eine Entschuldigung und zockelt weiter. So schlecht es Guys auch gehen mag, er hat immer noch Zeit für eine abfällige Bemerkung in Richtung des hauseigenen Rape-Geistes und begibt sich schließlich auch zu Bett. Leider ist nicht ganz bekannt, ob er in dieser Nacht auf dem Bauch geschlafen hat, aber wir werden gleich sehen, dass unser Uke noch ein paar ernstere Probleme hat, die ihn milde beunruhigen.
Der Kleine träumt nämlich einen gar symbolischen Traum. Hier beweist Enzai wieder einmal, dass es sich wirklich nur an den GROSSEN Werken orientiert, denn die symbolträchtige Traumsequenz macht denen des biblischen Jakob Konkurrenz. Fuck Goethes Faust, Baby! Enzai goes Bible!
Natürlich sind es keine fetten und mageren Kühe, von denen unser Vorzeige-Uke träumt, nein. Er geht eine Straße entlang und noch während er sich fragt, wohin er eigentlich gehen soll, beginnt es zu regnen. Männer! Halleluja!
Nein, Spaß, es regnet – natürlich – Blut. Guys ist binnen weniger Augenblicke komplett damit eingeferkelt und als er hochschaut, sieht er plötzlich eine Puppe, die von einem hellen Licht bestrahlt wird. Das Gesicht der Puppe ist schön wie das einer Frau und aus ihrem Mund fließt Blut. Plötzlich jedoch ist es keine Puppe mehr, sondern der tote Mann, dessen Tod Guys angelastet worden ist. Und noch während sich der Tote auf Guys wirft, schreit sich das Uke selbst aus dem Schlaf. Subtilität wird in diesem Spiel nicht groß geschrieben, das weiß ich, aber allein die Vorstellung dieses Traumes wirkt auf mich eigentlich eher lächerlich als gruselig. Ungefähr so:
Nun ja, Guys ist auf jeden Fall schon mal zur richtigen Zeit aufgewacht; genau pünktlich zum kollektiven Aufstehen. Nachdem er in seine Klamotten gehüpft ist, läuft er einem alten Bekannten über den Weg: Walle Widerlich. Und der ist schon ein SO alter Bekannter, dass er schon graue Haare hat.
Ja, ich weiß, der war schlecht, aber lassen Sie mich doch ein bisschen albern sein.
Lange Rede, schwacher Sinn, der langhaarige Sexbombenleger kann sich nicht mehr erinnern, uns schon einmal über den Weg gelaufen zu sein und begrüßt uns deswegen herzlich in unserem neuen Zuhause, wo der Spaß schier endlos zu sein scheint.
Was ist Was? Heute: Dissoziative Identitätsstörung

Penny weiß: Eine Dissoziative Identitätsstörung kann Einfluss auf Wahrnehmung, Erinnerung, und das Erleben der eigenen Identität haben.
Das bedeutet, dass Vallewida so verrückt ist wie eine nasse Eule.
Kinder sollten keine Süßigkeiten von ihm annehmen.
Als er ein bisschen näher kommt, weicht Guys zurück und fragt ihn, ob er sicher sei, ob er nicht an einer schrecklichen Krankheit leiden würde. Für einen Moment scheint Vallewida nicht zu wissen, wovon Guys redet, doch dann erinnert er sich wieder an gestern und entschuldigt sich. Konnte er sich nicht eben noch nicht erinnern, Guys schon einmal gesehen zu haben? Das schreit nach einem
Was ist Was? Heute: Continuity

Penny weiß: Continuity is a bitch!
Auf jeden Fall wollte uns Willi Wunder nicht erschrecken und das ist ja auch schon mal wenigstens ein kleiner Trost. Bevor sich Guys jedoch auf ein langes Gespräch einlässt, schubst er seinen neuen Freund beiseite und macht sich auf zum Frühstück. Wie er betont möchte er nicht mit einem Irren abgeben. Jawohl, liebe Leser, hören wir auf den geistig vollkommen gesunden Volltrottel mit dem glücklichen Händchen für Strafverteidigung.
Jetzt ist erstmal Zeit zum Essen fassen.
Das erste fröhliche Arschgesicht, das uns am frühen Morgen entgegen strahlt ist das von Evan, der sich freut, dass wir schon wesentlich munterer zu sein scheinen als gestern nach den analen Schrecken. Guys kritisiert – wie sollte es auch anders sein – das dürftige Frühstück, als er ein weiteres liebes Gesicht erblickt: Io, den kleinen Verräter. Das kleine Super-Uke hat in guter alter Tradition Mist gebaut und Essen auf den Boden geworfen. Natürlich nicht seines, lieber Himmel, wo denken Sie hin? Natürlich war es Joses Portion. Auf die Joses Frage hin, ob er sein Frühstück vom Boden essen solle, wünsche ich mir, dass ich nun wirklich interaktiv in diesen Novel eingreifen könnte. Leider, leider muss ich jedoch Ios erbärmliches Gestotter anhören. Es sei doch nicht so gemeint gewesen und er würde seinem Seme sofort sein Frühstück geben, wenn dieser das wirklich wollte. Oho, aber wer jetzt glaubt, dass Io SO einfach davon kommt, der irrt sich gewaltig.
Anscheinend essen die Leutchen in diesem Gefängnis vollkommen ohne Bewachung, denn Jose bringt sein kleines Uke dazu, sich auszuziehen, sich auf den Boden zu kuschen und das Frühstück zu essen. Es der Kleine von dem wesentlichen größeren Tyrannen auf den Boden geschubst wird, kann man einen quiekenden Laut hören, wie ihn ein Mensch eigentlich nicht ausstoßen sollte, vor allem niemand, der mit zwei Testikeln bestückt ist. Aber bei Io habe ich da ohnehin meine Zweifel, wobei das eigentlich nichts mit dem Frühstück zu tun hat.
Anscheinend essen die Leutchen in diesem Gefängnis vollkommen ohne Bewachung, denn Jose bringt sein kleines Uke dazu, sich auszuziehen, sich auf den Boden zu kuschen und das Frühstück zu essen. Es der Kleine von dem wesentlichen größeren Tyrannen auf den Boden geschubst wird, kann man einen quiekenden Laut hören, wie ihn ein Mensch eigentlich nicht ausstoßen sollte, vor allem niemand, der mit zwei Testikeln bestückt ist. Aber bei Io habe ich da ohnehin meine Zweifel, wobei das eigentlich nichts mit dem Frühstück zu tun hat.

Morgens, halb zehn in Frankreich … Io – Das Bückstückchen
Erstmal wird der Akt des Ausziehens und Rumflennens erschööööööpfend ausgewalzt (und damit meine ich WIRKLICH ausgewalzt) und dann sehen wir, welch köstliches Frühstück die Jungs zu schnabulieren bekommen. Auf dem Boden liegend sieht es zwar nicht mehr SO lecker aus, aber am meisten erstaunt mich die Auswahl der Speisen. Aber dazu kommen wir beim nächsten Bild, jetzt bleiben wir erstmal bei den harten, schrecklichen Tatsachen. Mit einem irre aussehenden Grinsen auf dem Gesicht fängt Io an, zu essen, während sich Jose so richtig schön auf Seme-Art amüsiert.
„Huhuhaha, schaut mal wie er sich über das Essen hermacht. Wie ein Hund! Duuuuuh!“
Und wie das so sein muss fangen natürlich alle von Joses Sidekicks an, das kleine nackte Kind auf dem Boden auszulachen.
Mit der kleinen Bemerkung, dass es ja auch noch Milch gäbe, leert Jose einen Becher der weißen Flüssigkeit über seinem kleinen Spielzeug aus und schon fühle ich mich wieder an einen Cumshot erinnert.
Was ist Was? Heute: Milchfrühstück

Penny weiß: Die Europäische Kommission in Brüssel erwägt die Einführung eines kostenlosen „Milchfrühstücks" für die rund 32,5 Millionen Schulkinder in der EWG. Diese Maßnahme würde den sogenannten „Butterberg" um jährlich 50 000 Tonnen abtragen und den EWG-Agrarfonds mit etwa 0,07 Milliarden Euro jährlich belasten.
Wäre das nicht eine Idee, die man unterstützen könnte?
Die ganze Situation wird noch dümmer, als Jose sein Uke dazu auffordert, zu bellen wie ein Hund. Anstatt aufzustehen und dem geschminkten Alien einfach eine einzuschenken tut es der kleine Dummkopf auch noch. Aber kommen wir mal zum lustigen Teil der Sache: Dem Suchbild.
Liebe Leser …
Suchen Sie die Nudeln!

(Kleiner Tipp, zwischen Ios Beinen finden sie keine, nicht mal die, die da sein sollte, auf dem Boden aber umso mehr. Offensichtlich serviert man in diesem Knast zum Frühstück gerne Pasta Pomodoro.)
Jose weist darauf hin, dass die Wächter kommen und dass Io sich lieber beeilen solle. Diese Sicherheitsvorkehrungen in diesem Gefängnis beunruhigen mich immer mehr. Und Guys? Der hockt auf seinem Arsch wie alle anderen und nimmt sich vor, dass er niemals so schwach und hilflos sein möchte wie Io. Hier, Mister … wie wäre es denn mal mit ein bisschen Zivilcourage? Wenn du wirklich stark sein willst, dann könntest du dich ja schon ein bisschen für die Hilfebedürftigen und Schwachen einsetzen, oder? … Nein? Ja, war auch nur so eine Idee. Statt dessen streitet er sich lieber mit einem Mitgefangenen um ein Stück Käse. Und nein, das ist kein Witz. Sympathische Helden, Damnterrn! Das, was dieses Spiel so besonders macht.
Mit einem Cut auf den grauen Flur mit den absurd hohen Wänden verlautet ein Wächter, dass Guys Besuch bekommen hat. Wer das wohl sein kann? Vielleicht unsere Eltern? Oh nein, es ist unser sympathischer und fähiger Strafverteidiger Lusca, dem man die Freude, hier zu sein, richtig ansieht. Das mag vielleicht auch daran liegen, dass er mal wieder voll ist wie eine Strandhaubitze und noch dazu eigentlich eher von Guys’ Mutter in den Knast geschickt worden ist, damit es vielleicht doch zu einer Wiederaufnahme des Verfahrens gegen ihr Kind kommt. Schrecklich, immer diese Schnepfen, die einem gestandenen Anwalt erzählen wollen, wie er seinen Job zu machen hat, oder?
Auf jeden Fall hat der Herr Anwalt einen Brief von Zuhause mitgebracht, in dem Guys mitgeteilt wird, dass seine Familie die Stadt die Stadt verlassen hat. Offensichtlich waren seine Geschwister und Eltern dem Zorn der anderen Städter ausgesetzt und mussten sich zurückziehen.
Aber die nächste Nachricht von Lusca wundert mich noch ein wenig mehr. Aus irgendeinem hirnlosen Grund, der nicht erklärt wird (warum denn auch?) darf er mich nur 12 Mal sehen, dafür darf er mir aber ab und an mal Süßkram zustecken. Die Tatsache, dass es ein Ende gibt, in dem der kleine Guys und der große Lusca ein sexuelles Verhältnis miteinander anfangen, gibt der Sache mit den Süßigkeiten noch eine zusätzliche charmante Note, wie ich finde.
Dr. Offensichtlich mag ein Trinker sein, aber immerhin ist er klar genug, um mir als Spieler klar zu machen, dass man ohne neue Beweise leider kein Wiederaufnahmeverfahren durchbringen könne. Guys heult mal wieder rum, dass er nichts gemacht hat und unschuldig ist (habe ich da nicht schon mal drüber gelacht?) und sogar Lusca hat schon nach wenigen Minuten die Schnauze voll von dem Geflenn.
Ich begleite den Herrn Anwalt erstmal nach draußen und verabschiede mich bis zum nächsten Teil des Reviews.
…
Ach ja, und bevor ich es vergesse: Die niedliche Klugscheißer-Penny wurde von der genialen Userin
Major gezeichnet, bei der ich mich gerne an dieser Stelle noch einmal bedanken möchte. Du bist wirklich toll und ich freue mich sehr, dass du mir geholfen hast, das Review noch ein bisschen zu bereichern!
Major gezeichnet, bei der ich mich gerne an dieser Stelle noch einmal bedanken möchte. Du bist wirklich toll und ich freue mich sehr, dass du mir geholfen hast, das Review noch ein bisschen zu bereichern!
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