Montag, 13. September 2010

Tsuki - Possession #5

Salida, ich bin Jim, und ich stelle Scheiße vor die jeder andere Mensch sonst mit Freude runterspült!

Nach einem kleinen Nickerchen erwacht Yosuke und das erste was er bemerkt ist das etwas in ihm ist. Und was macht man mit etwas wenn es in einem ist?





Rrr~ight...
Der Schultag verläuft recht langweilig und wird in zwei ganzen Textboxen abgehakt, in denen Yosuke erwähnt das er sich den afrikanischen Kontinent anschaut und sich dann fragt ob dieser jemals wichtig für ihn sein wird. Nun, wenn er weiter so vögeln will bin ich mir da ziemlich sicher.

Unser Spaßvogel non grata kanns immer noch nicht sein lassen und spitzt bei seiner nun zweifach vergewaltigten und unter Drogen gesetzten Lehrerin rein! Diese hat nach wie vor weder die Polizei gerufen, noch ist so von den Schändungen in irgendeinerweise betroffen das sie nicht zur Arbeit kommen könnte, sie reagiert nicht mal großartig als Yosuke in ihr Büro geschlichen kommt. *seufz* Wenn er jetzt noch versucht sie mit den Videoaufnahmen zu erpressen dann...





YOOO~SUKEEE~!!!

Nachdem er ihr also offenbart hat das er das alles mitgeschnitten hat droht er ihr, natürlich, damit den Schund zu veröffentlichen. Was auch sonst? Doch Yosuke, als Fuchs der er ist, schlägt ihr einen Deal vor. Er gibt ihr eine Pille und verspricht sie sei nicht giftig. Wenn sie sie nimmt und innerhalb der nächsten Stunde keinen Orgasmus hat, wird er sie für immer in Ruhe lassen. Hey, wenn man einem mehrfachen Frauenschänder nicht merh trauen kann, wem dann noch? Aber, wie schon erwähnt, ist Yosuke ein echter Fuchs. Die Tablette ist nur ein Schlafmittel und dürfte jetzt nun besonders gut bei Mitsuki wirken, immerhin ist es noch kurz vor dem Abendessen und ihr Magen müsst folglich leer sein. Criminal mastermind!

Nun wird Mitsuki schon langsam ein wenig "dizzy". Yosuke stellt noch ein Metronom auf, ich schätze mal es für junge geistesgestörte Triebtäter ist dies ein alltägliches Utensil, und macht sich dann daran die Gute zu entblättern. Yosuke kommentiert seine anschließende Fummelaktion mit all dem üblichen Mist von wegen das ihr Körper anfängt zu reagieren bla bla weiblicher Duft strömt vom Schritt aus (ich weigere mich das überhaupt zu kommentieren) bla blupp. Und dann, mitten drin holt Mitsuki etwas hervor. Lang und hart und hält es ihr vors Auge. Es ist eine kleine Taschenlampe!



Geh in das Licht... geh in das Licht!



Das Zauberwort heißt: Hypnose! Oh Junge oh Junge, und da dachte man es KANN nicht mehr dämlicher werden. Für eine Sekunde fragt Yosuke sich innerlich wieso er weiß wie man Leute hypnotisiert, eine durchaus berechtigte Frage, aber nach eben jener Sekunde ist es ihm auch schon wieder kreuzscheißegal. Nun hat man wieder die Wahl WIE man sie hypnotisiert. Bringt man sie dazu das sie ausschließlich das Wort "Pussy" sagen kann oder soll man sie alles vergessen lassen. Nun, so sehr wie ich mir wünsche das es jemand mit mir tut enscheide ich mich dafür Mitsuki von ihren Qualen zu erlösen: Antwort B! Nun schauen wir mal wie der Dialog weitergeht:

Yosuke: "Wir hatten eine Abmachung, erinnerst du dich?"

Mitsuki: "Pussy."

Yosuke: "What? Did she just say what I heard? How do you feel?"

Mitsuki: "Pussy."

...
...
Ach fickt euch doch ihr Arschlöcher!

Kurzer Funfact am Rande: Pussy übersetzt sich ins japanische mit "Manko". Scheinbar war dies dann aber doch zu viel für das Spiel, denn das Wort ist GEPIEPST! Wann immer sie es sagt hört man nur "Ma*Piep*ko." Good thing, someone could have been offended by that word!

Aber gut, weiter im Text. Yosuke entschließt sich die Hypnose zu erweitern und sorgt nun dafür das sie ausschließlich dann einen Orgasmus hat wenn sie sein Sperma trinkt. Grandios! Nach ein wenig weiterem Gefummel, die Stunde neigt sich dem Ende zu, sieht Yosuke die Zeit gekommen seine Wette zu gewinnen. Inzwischen ist die nun schon im Grunde DREIFACH geschändete Frau auch ganz wuschig und legt direkt los. Gehen wir dem Englisch nach hat Yosuke übrigens mehrere Eicheln an seinem Zauberstab, aber wer kümmert sich schon um Details wie "is" statt "are" zu verwenden?


Image and video hosting by TinyPic

Laut dem Spiel sieht eine Frau übrigens SO aus nachdem ein Mann IN ihrem Mund gekommen ist. Na, wer findet den Fehler? Und WAS in Gottes Namen ist mit ihrem rechten Nippel geschehen?!

Aber gut, natürlich zeigt die Hypnose wirkung und Mitsuki kommt, mit Ankündigung, bevor die Stunde verstrichen. Too bad, you lose. Also legt Yosuke erneut los und knallt sie ein wenig, immerhin könnte sie ja sauer werden wenn er mit ihr keine "Liebe macht" nachdem sie doch so lange brav und artig ausgehalten hat. Er ist so ein nobler Mann. Und tatsächlich hat Mitsuki nicht mal was dagegen sondern macht auch brav mit, bettelt für ein wenig Sperma und kriegt es auch - allerdings in das Loch das die Natur dafür vorgesehen hat. Yosuke ist fertig und will sich verzischen, der alte Romantiker, doch Mitsuki bettelt ihn an zu bleiben. Immerhin ist sie nicht gekommen, dass geht doch nicht! Yosuke ist das aber ganz egal, er verzuckelt sich einfach.


Wieder zu Hause dauert es nicht lange bis die Türklingel läutet. Ha! Endlich hat die dumme Pute die Bullen gerufen! Aber neee~in... das wäre ja Logik, und Logik ist böse. Stattdessen ist es NUR Mitsuki, ohne Polente im Anhang. Und wofür ist sie hergekommen?







Natürlich, was auch sonst? Noch in der offenen Tür poliert sie ihm die Nudel. Blöderweise ist sie dabei laut genug um einen Nachbarn, einen Mitschüler, von ihrer Präsenz zu informieren. Dieser staunt auch nicht schlecht als er quasi vor seiner Haustür Mitsuki sieht wie sie, wenn auch vollkommen eigennützig, Yosuke den Honigkolben abschlabbert. Mitsuki jedoch stört sich auch gar nicht weiter daran, sie ist beschäftigt. DAS ist Hingabe. Erst als Yosuke sie darauf hinweist bemerkt sie es und ihr vergeht für einen Augenblick die Lust, dann setzt sie aber Prioritäten als Yosuke ihr offenbart das er kurz davor ist. Yosuke bemerkt noch das sein Nachbar wohl schwer schlucken muss, ich wette da ist er nicht der einzige (badumdum-pish), haut dieser wieder in seine Wohnung ab und lässt das Liebespaar allein.

Yosuke schmeißt seinen Körper anschließend aufs Bett nur um zu bemerken das dies nun sein wahres Ich sei, das er nicht mehr schwach ist und sich auf anderen verlassen muss und das kein Mensch nur eine "helle Seite" hat. Helle ist hier einiges nicht, aber das heben wir uns mal für wann anders auf. Im Übrigen besorgt mich das nun schon mehrere Tage im Spiel verstrichen sind und Yosuke sich bisher nur einmal geduscht hat. Ewww~ und Salida!

Montag, 6. September 2010

Enzai 10 - Not in blood, but in bond

Pralle Hintern wölben sich in zu engen Shorts, in dem Raum in dem ich gerade sitze und schreibe staut sich die Hitze und meine Haut verweigert sich pustelnd jedwedem Bräunungsversuch – es ist Sommer. Daran kann kein Zweifel herrschen und anstatt meinen Hintern ins Freibad zu bewegen sitze ich lieber hier und schreibe an diesem Rant weiter. Irgendetwas KANN mit meinem Kopf nicht in Ordnung sein …

Willkommen zurück, liebe Leser. Nachdem sie nun die Zeit hatten, sich von Belbels Tod zu erholen und ihre Tränen zu trocknen, lassen Sie uns wieder gemeinsam durchstarten. Guys wird von Durer zu sich zitiert und ja, wir sind schon wieder mittendrin im Schlamassel. Immerhin hat der blonde Wärter gute Laune und DAS kann kein gutes Zeichen sein. Nicht mal unser kleiner Naivling von einem Protagonisten kann sich jetzt noch einreden, dass es wahrscheinlich nur um eine Aufgabe geht, die es zu erfüllen gilt. Allerdings hat er keine Wahl (also ein bisschen so wie Sie, die sich das hier immer wieder durchlesen) und trabt deswegen nach einem bisschen moralischen Hin und Her los.
Er erreicht Durers Zimmer und wird überraschend gastfreundlich empfangen: Durer versucht nicht sofort, ihm etwas in den Hintern zu schieben, sondern arbeitet seine Papierarbeiten durch und schlürft dabei seinen Wein. La dolce vita, meine Lieben. Und nicht nur das, er ist auch noch so freundlich, unserem Helden ebenfalls ein Glas Wein anzubieten. Und nein, ich bin sicher, da steckt keinerlei gemeiner Trick dahinter, wie kommen Sie denn darauf?
Guys kann sein eigenes Glück kaum fassen, obwohl sogar kleine Zweifel durch seinen ansonsten so schrecklich leeren Kopf geistern. Vielleicht will ihn der Wärter nur zu einem Regelbruch anstiften, um ihn danach bestrafen zu können? Nun komm schon, Junge, als ob ausgerechnet Durer dafür wirklich einen Grund bräuchte …
Der Wein, das weiß ein kleiner Kenner wie Guys sofort, muss ziemlich teuer sein, allein der Geruch ist schon erstaunlich anziehend. Und nun geschieht mal wieder das, was einen Interactive Novel so interaktiv macht: Ich kann mich entscheiden, ob der Junge trinken soll oder nicht. Um ehrlich zu sein fühle ich mich, als wäre es aus einem Sekundenschlaf hochgeschreckt, denn mit einer Unterbrechung in diesem Wust aus Text hätte ich eigentlich nicht mehr gerechnet.
Warum zu Hölle eigentlich nicht? Jeder mit einer halben Gehirnzelle weiß, dass das nicht einfach nur aufopfernde Großzügigkeit von Durers Seite sein kann, aber was will er denn schon tun? In den Arsch bekommt es Guys ohnehin, also wenn er sich damit Sex erschleichen will, dann ist mir das inzwischen sogar lieber als dieses ständige Vergewaltigen.
Also ja, Guys nimmt einen Schluck. Der Wein ist lecker und Durer ermutigt den Jungen, ruhig das ganze Glas zu leeren. Danach muss Guys dem jungen Wärter hinterher traben und ich glaube nicht, dass das ein gutes Zeichen ist.
Aaaaber offensichtlich haben wir diesmal Glück, man wird zwar in den Folterkeller gebracht, soll dort allerdings nur das Blut aufwischen, das einer der unvorsichtigen und rücksichtslosen Geäste vorher dort einfach so verläppert hat. Während unser Held putzt, wird er natürlich von Durer beobachtet, also haben wir offensichtlich unseren Hintern noch nicht ganz vom Feuer gezogen. Woran erinnert mich das alles nur …?


Ah, ja. Danke sehr.

Und weil der Plot gerade übel auf die Blase drückt, muss unser kleines Uke vom Dienst ganz plötzlich auf die Toilette. Der Wein natürlich macht es anscheinend noch ein wenig dringlicher. Aber, weil Durer so ein verständnisvoller Kerl ist, darf Guys nicht auf den Topf. Zumindest nicht einfach so: Erst muss ein kleiner Kimmenritt sein.
Guys ist überrascht (im krassen Gegensatz zu mir, ich fragte mich nur schon, warum das so lange auf sich warten ließ). Aberaberaberaber … wenn er es sich jetzt in den Po machen lässt, muss er dann nicht ohnehin urinieren, OHNE vorher aufs Klo zu kommen?
Öhm … ich meine, meine Erfahrungen halten sich da in Grenzen, aber um ehrlich zu sein bezweifle ich, dass anale Penetration sofort alle Schleusen öffnet. Das sollten wir nochmal ausdiskutieren, liebes Spiel! Und ich hoffe, du bringst beweise für diese Theorie mit.
Nun, sei es, wir konnten uns nicht ewig darum drücken. Die nächste Szene ist eigentlich nicht mehr als die ausufernde Beschreibung dessen, wie Guys versucht, seine Blase unter Kontrolle zu halten, während er von Durer in den Hintern genagelt wird.



Dass das nicht gut gehen kann, das war eigentlich schon von vornherein klar, oder? Allerdings frage ich mich, wie es sein kann, dass jemand gleichzeitig uriniert, ejakuliert und sofort danach weiteruriniert, ohne eine Pause zwischendrin. Warum kann ich das Mitdenken einfach nicht sein lassen? Selbst jetzt, wo die Hitze mein Hirn langsam zu einer Rosine zusammenschrumpeln lässt fällt mir auf, dass das Spiel jenseits jeglicher Glaubwürdigkeit agiert.
Zumindest hat Guys nun noch ein bisschen was zum Feudeln und auf die Toilette muss er auch nicht mehr. Praktisch.
In der nächsten Szene ist Besuchszeit und unser aller Lieblingsanwalt ist gekommen, um seinen Mandanten noch ein wenig aufzubauen. Diesmal ist er noch betrunkener als sonst und kann sich offensichtlich kaum gerade halten. Zum ersten Mal in diesem Spiel sehe ich, dass Guys nun vollkommen nachvollziehbar handelt: Er sagt, dass Lusca nicht wiederkommen soll, so lange nicht, bis er wirkliche Beweise für seine Unschuld hat. Mit diesen Worten lässt er den Anwalt sitzen und kehrt wieder zu seiner Arbeit zurück.

Gartenarbeit, das weiß man schon seit Großmutters Zeiten, ist gut für Körper und Geist. Allerdings nur dann, wenn man nicht unter der Obhut Durers arbeiten muss, der sofort die Gelegenheit ergreift und Guys beim Unkrautjäten bespringt.
… arbeiten in diesem Gefängnis eigentlich nur Blinde, Taube, Gehirnamputierte und Dauergeile? Und wer hat dem Schatten an der Spielplatzmauer eigentlich in diese Wachuniform gesteckt?
Es wird wieder gebumfiedelt und diesmal dort, wo es wirklich jeder hören und sehen kann. Hier und da scheint auch jemand zu sehen, was da gerade vor sich geht, interessieren tut es aber niemanden. Ich für meinen Teil hoffe eigentlich nur noch, dass wir dieses Spiel mit Erniedrigung und Wahnsinn langsam hinter uns bringen können. Bitte …?



Ehwg! Ich hoffe, sie haben sich noch rechtzeitig geduckt, Damen und Herren? Nun gut, wenigstens lässt Guys endlich die Wahrheit vom Stapel: Inzwischen ist er geil geworden auf Schmerzen und Durer und findet inzwischen alles total super. Wie … wie das halt immer so geht, ne?

Das nächste Bild zeigt uns Guys unheinlich deformiertes Gesicht mit den riesigen Uke-Augen, geknebelt und Tränen in den Augenwinkeln. Er sagt, er lebt nun gemeinsam mit Durer als seinem Herren und hofft zumidnest auf eine Amnestie, irgendwann eines Tages; vielleicht. Allerdings, das gibt er zu, so schlecht ist es nicht. Immerhin, gerade zum Beispiel sitzt er auf Durer, dessen strammen Max ganz tief im Hintern und bekommt von der nächsten – neuen – Guys-Ersatzmischung dabei einen geblasen. Und damit, liebe Leute, endet an dieser Stelle die Geschichte. Maso-Guys ist laut seinen eigenen Aussagen nach zufrieden und alles ist wieder in Ordnung.

Danke für Ihre Aufmerksamkeit und Treue über die letzten Monate hinweg. Sie und ich, wir haben etwas besonderes geteilt und ehrlich, hatten wir nicht eine schöne Zeit? So, nun muss ich aber wirklich, mein gefälschter Pass und meine gepackten Koffer warten nicht auf mich …

Moment mal! Was soll das? Du kannst doch nicht so einfach gehen!

Was? Wer ist da?


Oh nein, bitte nicht schon wieder du!

Schon wieder? Es ist lange her, dass wir uns gesehen haben. Zudem tut es mir leid, dass ich dich nicht ohne weiteres in Ruhe lassen kann, aber das machen Gewissen nun einmal so.

Müssen wir schon wieder über DIEES Thema reden?

Nein, nicht unbedingt. Ich wollte dir einfach nur sagen, dass du nicht einfach so gehen kannst. Es geht nicht.

Warum sollte es das nicht?

Ich erinnere mich noch gut an den Abend, an dem du das erste Mal erwähntest, dass du dieses Spiel spielen und darüber schreiben wolltest. Irgendwann warst du stark angetrunken, bist dir einmal beinahe selbst auf die Finger getreten und meintest schließlich „Die Geschichte dieses Spiels taugt keinen Schuss Pulver. Und weißt du was?! ICH werde es beweisen!“. Dann bist du in die Küche gewankt, hast versucht, die Katze abzulecken und bist schließlich in der Badewanne eingeschlafen. Erinnerst du dich?

…Schemenhaft, ja. Aber was willst du von mir, Aphasia? Ich habe beweisen, dass …

Nein, hast du nicht. Du hast das Ende erreicht, in dem nicht wirklich auf den Ablauf des Kiminalfalles eingangen wird. Das gilt nicht.

Mooooment mal, nur, damit ich das richtig kapiere … du willst, dass …

… du das tust, was du deinen Lesern schuldig bist und das gute Ende freispielst.

Dazu kannst du mich nicht zwingen, Aphasia!

Warum nicht? Strapaziere nicht meine Geduld, du bist mir auch noch einige Dinge schuldig und glaub nicht, ich hätte nicht gemerkt, dass du nach unserem letzen Streit meine Notizen versteckt hast. Ich bin blind, Penny, aber nicht dämlich.

Du solltest mir lieber dankbar sein, dass ich dir ein Zuhause gegeben habe nach deinem schrecklichen Unfall.

Im Gegensatz zu dir muss ich gar nichts, meine Liebe. Und muss ich dich darauf hinweisen, dass ich lediglich aus dem Grund, dein Gewissen bin, weil niemand sonst den Job machen will?

Ich wünschte, du hättest damals nicht deine Augen, sondern deine Zunge verloren …

Hör auf zu jammern und starte das Spiel neu. Und diesmal werde ich dir auf der Schulter sitzen, so leicht kommst du mir nicht davon.

Aphasia?

Ja?

Ich hasse dich.

Ich dich auch, Penny. Ich dich auch.


Fein … also, liebe Leser, seien Sie auch nächstes Mal wieder dabei, wenn wir in der nächsten Enzai-Runde aufzudecken beginnen, wie sich der Mord, der unserem sympathischen Hauptcharakter angelastet wird, WIRKLICH zugetragen hat.

Und danke an dieser Stelle an Patchouli, er Schöpferin des wunderbaren Aphasia, meines gewissenhaften Gewissens. Wir verabschieden uns und ich schließe mich jetzt erstmal im Badezimmer ein und weine eine Weile …

Enzai 09 - Sexual Guarantee

Oh, da sind Sie ja wieder! Sie haben bisher aber auch gar nichts verpasst, wir befinden uns immer noch in irgendeinem französischen Gefängnis zur Zeit des großen kleinen Napoleon, einen Franzosen suchen wir hier immer noch vergeblich und vertreiben uns die Zeit einfach ein wenig mit schlechtem Sex in den Poppes, bis der Seme kommt.
Und glauben Sie mir, liebe Leser, Sie haben sich auf einen wilden Ritt eingelassen denn – leider – sind wir noch immer nicht auch nur in der NÄHE desssen, was man eine zufrieden stellende Katharsis oder Auflösung des ganzen Plots nennen könnte. Ich hoffe also, Sie haben daran gedacht, sich eine Stulle zu schmieren und mitzubringen.

Obwohl die Meisten von uns sicherlich nicht mehr damit gerechnet hatten, schafft es Lusca es schließlich doch noch einmal, sich zu seinem Klienten zu bequemen. Er meint, er sei eigentlich nur gekommen, um Guys zu fragen, ob er denn etwas benötige. Von einem seiner wenigen lichten Momente beseelt meint unser Protagonist, dass er eigentlich nichts anderes haben möchte, als dass Lusca endlich ein paar Beweise findet, die beweisen, dass unser Junge den Mord, der ihm angelastet wird, nicht begangen hat.
Jeder, der halbwegs interessiert mitgelesen hat, hat wahrscheinlich schon ein paar gute Ansatzpunkte gefunden, denn seien wir ehrlich – bei der eigentlich nicht existenten Beweislage ist es eigentlich ohnehin schon unglaubwürdig, dass Guys ÜBERHAUPT verurteilt wurde. Die fünf Freunde könnten den Fall lösen und dann wäre noch die halbe Hörspielkassette frei. Aber Lusca, so unfähig wie eh und je, wiegelt ab: Nein, solche Beweise gäbe es nicht.
Guys, der augenscheinlich ein weitaus größeres detektivisches Gespür als sein Anwalt besitzt bemerkt, dass Lusca immer wieder zur Türe schaut – so, als würde er auf jemanden warten. Als man ihn darauf anspricht, wirkt der Advokat ziemlich ertappt und sagt schließlich, dass in diesem Gefängnis ein Insasse sei, der vor einigen Jahren Luscas Ehefrau umgebracht hat. Ob das nun stimmen mag oder nicht, da ist sich unser Protagonist nicht sicher und fragt auch aus mangelndem Interesse heraus nicht weiter nach. Dafür muss er sich nun von Lusca fragen lassen, ob er denn selber irgendwelche Beweise für seine Unschuld gefunden habe.
Im Gefängnis.
Sie wissen schon, lieber Leser, dem Ort, an dem man wahrscheinlich als LETZTES nach Beweisen suchen würde – vor allem, weil man vor lauter Schmerzen im Po nicht mehr aufrecht stehen kann. Guys sagt genau das selbe und Lusca verabschiedet sich, allerdings nicht ohne die tröstliche Nachricht, dass wir einfach noch ein paar Jahre warten sollten – denn das 20. Jubiläum der französischen Revolution nähert sich und man könne dann wahrscheinlich auf eine Amnestie hoffen.
Haben wir in Deutschland eigentlich auch am 20. Jubiläum des Mauerfalls alle verurteilten Gewaltverbrecher aus dem Gefängnis entlassen? Falls ja, muss ich das irgendwie vergessen haben … Aber nun ja, es ist Luscas Geste, die zählen sollte.

An dieser Stelle möchte ich einen lange überfälligen Einwurf anbringen. Sie als Leser werden es schon längst bemerkt haben, aber die Szenenwechsel in meinem Review gehen sehr abrupt vor sich. Ich bedauere das sehr, allerdings gibt es einen Grund dafür: Das Spiel macht es so. Es gibt von einer Szene zur nächsten keine Überleitung. Der Hintergrund wechselt und Guys’ innerer Monolog offenbart, dass es ein anderer Tag ist. Keine genauen Angaben, keine Wochentage, nichts. Daher verzeihen Sie mir bitte meine rumpelnden und wenig eleganten Übergänge – ich kann es nicht besser, weil mir nichts geliefert wird.

Sei es, wie es sei, es gibt mal wieder zu wenig Arbeit im Gefängnis und Guys wird von Durer zum Wäschemachen geschickt. Dort jedoch erfährt er, dass es auch dort nichts mehr zu machen gibt. Durer ist offensichtlich ein Mensch, der die Meinung vertritt, dass ein freier Nachmittag den Charakter ruiniert. Er verspricht, dass Guys mit ihm ein paar spaßige Aufgaben zu erledigen habe und dass er sich doch keine Sorgen machen solle.

Aaaalles klar, Herr Komissar.


Aber gut, genug davon. Wollen wir doch mal sehen, was uns da erwartet. Guuuuut … Durer bringt Guys nach unten zu den Gaska … den Folterkammern und …

Oh schaut nur, Kinder! Der Clown ist da!



OK, das war vielleicht nicht sonderlich fair aber … ich meine … lieber Himmel, sehen Sie ihn sich doch an, liebe Leser. Und als ob das Aussehen noch nicht lachhaft genug wäre, ist die musikalische Untermalung mit dem Auftauchen von Bollanet vollkommen außer Kontrolle geraten. Stellen Sie sich die Musik vor, die ein russischer Zirkus spielen würde, wenn Pavel, der dicke Clown mit den Depressionsproblemen in einem quietschenden Mini-Fahrrad in die Manege fährt – das käme der Musik zumindest nahe.
Der Spaß hat ein Ende, als Bollanet betont, dass er eigentlich lieber feminine, schmutzige Männer möge, aber ein Kind sei auch in Ordnung. Oh ja, und Durer, der fragt, ob er Guys denn behalten dürfe, wird an den Karren gefahren – denn ein lustiger kleiner Hüpfer wie unser Protagonist sollte für alle da sein!
Aber Durer hatte uns Spaß versprochen, oder nicht? Ja, und genau DER fängt nun an. Auf einem Tisch stehen – so sagt uns Guys – Wein und Käse. Und was auch immer sie sich damit vorstellen können – vergessen Sie es bitte schnell wieder.
Guys wird befohlen, sich auszuziehen, er tut es und wird von Durer gefesselt. Natürlich wird er auch richtig schön bumsbereit drapiert – leicht gebückt, Beine gespreizt, Arsch rausgestreckt. Oh ja, und ihm wird auch etwas angelegt, das ich eigentlich nur als Handschelle für den Penis bezeichnen kann, an eine Art Anti-Keuschheitsgürtel angebracht. Wobei, das sieht man wiederum nur auf dem Bild, im Text geht diese Tatsache verloren.
Bollanet tritt hinter Guys und ich habe nie einen Mann so ausführlich über einen Hintern referieren hören. Und wenn das Anschauen nicht mehr ausreicht, dann will man auch anfassen. Ohne viel Federlesens hat Guys die Finger des Gefängnisdirektors im Hintern, der hingebungsvoll darin herumpopelt und schließlich befindet, dass man da ein wenig was anfeuchten müsse.
Und womit macht man das? Haargenau, mit Wein natürlich. Also Flasche in den Hintern und rein mit dem erlesenen Tropfen und zwar so lange und so viel, dass Guys Schmerzen in seinem Magen fühlt. Offensichtlich ist das wohl eine dieser 10 Liter fassenden Kompressorflaschen, die immer so laut knattern, wenn man sie anbricht. Man lernt nie aus.



Einige von Ihnen werden jetzt vielleicht erschrocken aufschreien und schon einmal ihren Blutspendeausweis suchen gehen, aber keine Angst, das Rote, das da so schön über den Schirm kleckst, das ist nur Rotwein. Kein Grund zur Sorge, ehrlich.
Und während der alte Bollanet von hinten durchreicht und Guys den Lurch würgr, trinkt er ihm zur selben Zeit den Wein aus dem Arsch.

Nun schauen Sie mich bitte nicht so an, ich habe mir das nicht ausgedacht.
Und das Spielchen geht genau so lange, bis Guys endlich wieder einen Orgasmus hat, der lachhafte Cumshot uns erlöst und wir zur nächsten Szene holpern können.

Gut, dass auch im Rape-Knast des Todes Platz für allerlei normale Probleme ist. Auf dem Weg zum Essen nach der Arbeit begegnet Guys wieder seinen beiden Freunden Jose und Io, die ihm davon erzählen, dass offenbar einige der Insassen nach einem verdorbenen Essen mit einer Fischvergiftung abgestraft flach liegen. Gut für Guys, denn das heißt, dass es heute vielleicht eine doppelte Portion Abendessen abstauben kann. Und nicht nur das, denn da Jose und unser Protagonist dicke Freunde sind, wie wir ja schon wissen, veranstalten die beiden ein Wettessen, einfach so, und alle haben ganz arg viel Spaß und verstehen sich toll.
Nein, das war ausnahmsweise mal kein überzogener Zynismus meinerseits, das ist genau das, was passiert.
Ich meine, nichts dagegen, dass sich die Kinder mal vertragen, anstatt übereinander herzufallen aber … wie wäre es mit einem kleinen BISSCHEN Continuity? Zu viel verlangt? Anscheinend ja, aber gut, wenigstens bin ich nicht diejenige, die mit Jose zusammen Essen muss. Immerhin sind Rape und Gewalt schnell vergessen, das Wettessen endet mit einem Unentschieden und es macht beinahe den Eindruck, als seien aus Jose und Guys tatsächlich Freunde geworden. Wahnsinn! Jetzt muss ich das nur noch glauben können und alles wäre in Butter.

Nach diesem kleinen Intermezzo wechseln wir einmal mehr die Szene und befinden uns nun auf der Krankenstation, in der Guys durchfeudelt, bis schließlich der frisch vergewaltigte Vallewida von den Wärtern hereingebracht und auf ein Bett gelegt wird.
Der Doktor ist an diesem Tage nicht da und Guys beginnt schließlich, die Vorräte in den Regalen aufzustocken. Als Vallewida schließlich wach wird, bietet dieser dem Jungen seine Hilfe an – von Vorteil, denn im Gegensatz zu unserem Helden kann der Exsoldat wenigstens lesen.
Die beiden unterhalten sich ein wenig miteinander und Vallewida vertraut Guys an, dass er nicht nur bereits seit vier Jahren einsitzt, sondern auch eine lebenslange Strafe zu verbüßen hat. Der ehemalige Soldat, gute Seele, die er nun mal ist, spricht unserem Helden Mut zu und nicht nur das, er verteidigt sogar Lusca als den einzigen Menschen, dem Guys anscheinend wichtig genug ist, dass er ihn besucht.
Dass das falsch ist, kann er zwar nicht wissen, aber ICH weiß es. Zumindest Guys’ Mutter würde ihn wahrscheinlich gerne besuchen, doch die Familie musste nach der Verurteilung ihres Sohnes fortziehen. Lusca ist nicht mehr als ein BEZAHLTER Besucher, für den die Mutter des jungen alle ihre Ersparnisse aus dem Fenster geworfen hat.
Beim nächsten Treffen lässt sich der Anwalt immerhin erweichen, in der Akte über den Fall nach entlastendem Material zu suchen. Ja, NACH diesem Besuch. Ist das nicht herrlich? Jeder andere hätte wahrscheinlich genau DORT angefangen, und zwar am besten noch vor der Verhandlung. Wer so einen Verteidiger auf seiner Seite hat, wählt lieber gleich den Strick.

Die nächste Szene beginnt mit einem Knall: Er ist tot! Belbel ist tot, erschossen bei einem Versuch, sich zu befreien. Was das bringt? Keine Ahnung, denn – Sie haben es sicherlich gemerkt – auf dem von mir genommenen Weg durch das Spiel haben wir nicht ein einziges Mal mit Belbel zu tun gehabt, warum sein Tod uns nun also etwas bedeuten sollte, entzieht sich meiner Kenntnis.
Aber liebe Leser, haben Sie acht, denn wir stehen vor einem Schlüsselmoment. Guys wimmert monologisierend herum, dass er unschuldig sei, dass er nicht so enden wolle wie Belbel und dass er es schaffen wird. Irgendwie.
Und schließlich kommt ihm der Gedanke, sich einfach Durer so hinzugeben, wie dieser es sich von ihm wünscht, denn immerhin … tut das eigentlich gar nichts zur Sache. Ich weiß nicht, was das Spiel auf einmal von mir will, aber es scheint, es will mir sagen, dass die Sache bald ein Ende nimmt. Und wie das aussieht, kann sich wahrscheinlich schon jeder von Ihnen hier denken.

Dennoch mache ich hier einen Schnitt, liebe Leser. Wetten auf das Ende werden nun angenommen. Und glauben Sie nur ja nicht, Sie seien danach aus dem Schneider. Ich habe Ihnen versprochen, dass wir die tiefgründige Geschichte aufdecken und das werden wir auch. Verlassen Sie sich darauf.

Enzai 08 - Violence Fetish

Sie sind wieder hier? Warum? Wollen Sie mit mir mein Elend teilen oder ist es die Neugier, die sie immer wieder hierher zwingt? Die Gier danach, zu erfahren, WAS nun eigentlich der Sinn dieser ganzen Orgie aus Sex und Gewalt ist? Wissen Sie, in gewisser Weise bewundere ich Sie. Dass sie sich bisher noch nicht haben vergraulen lassen, spricht für Sie und ihren Magen.
Wissen Sie noch, wo wir das letzte Mal stehen geblieben sind, Damnterrn? Richtig, Durer hatte unseren Protagonisten mit der Hausmarke verköstigt, wenn man das so ausdrücken möchte. Da Guys so wie wir in dieser Sache mit drinhängt und nicht einfach alles hinschmeißen kann, ist die Geschichte hier natürlich noch (lange) nicht zu Ende.

Gefangene haben – wie wir alle wissen – einfach zu viel Freizeit und weil jeder mit napoleonischen Frankreich, der in einer armen Unterschichtenfamilie geboren wurde, offenbar lesen kann wie eine Eins, vertreibt sich unsere Hauptfigur die Zeit damit, Zeitungsausschnitte zu lesen, die ihm sein kompetenter Anwalt mitgebracht hat. Einige werden mich jetzt fragen: Moment mal, Penny … um WAS geht es denn in den Zeitungsausschnitten und ich werde sagen: „Huh? Keine Ahnung! MIR sagt ja niemand was …“
Auf jeden Fall ist Guys’ Blidung nun doch nicht so gut, wie man erst hätte vermuten können und er stellt fest, dass einige Stellen mit koblizirrten Wörters für ihn keinen Sinn ergeben. Offenbar bin ich nicht die Einzige, die sich über die Lesestunden unseren Helden wundert, sogar Jose kommt nicht umhin, eine bissige Bemerkung darüber zu verlieren. Guys jedoch, ein cooler Knochen, wie er ist, lässt sich einfach nicht provozieren – wobei ich ohnehin bezweifle, dass er bei einem Bitchslap gegen Jose überhaupt eine Chance hätte. Die beiden stänkern ein wenig herum, wer denn nun lesen kann und wer nicht, und so weiter und so fort … Heh, wäre das nicht eine tolle Stelle gewesen, um ein wenig Relevanz einzubauen? Vielleicht mal eine Episode mit Lusca, dem Anwalt, einfach, um ein wenig Abwechslung in das Spiel zu bringen und den Interactive Novel ein wenig interaktiver zu machen? Warum bekomme ich ständig das Gefühl, dass meine Katzen mit ihrem HINTERN ein besseres Spiel programmieren könnten und ich sogar im totalen Vollsuff eine Geschichte schreiben könnte, die mehr Hand und Fuß hat?
Nur um nochmal zu zeigen, was für ein sozialer Krüppel Guys und was für ein totaler Reinfall Io, das kleine Uke ist, reibt mir das Spiel die unglaubliche Sympathie unter die Nase, die Guys innewohnt: Als Jose anfängt, ihm auf den Keks zu gehen, schlägt der Knabe vor, er könne doch einfach Io in den Hintern vergewaltigen.
Liebe Leser, ich erinnere daran (nur für den Fall, dass sie es zwischendrin vergessen): DAS ist der glaubwürdige, ausgefeilte Charakter, dem wir unser Mitleid und unsere Sympathie angedeihen lassen sollen.
Io, die gute Seele, die er nun mal ist, schämt sich zwar in Grund und Boden, doch genau wie ein getretener keiner Welpe weiß er nicht, dass es Leute gibt, die ihn auch normal behandeln würden und so versucht er trotz allem, mit Guys ins Gespräch zu kommen. Auch er geht in gewisser Weise davon aus, dass es wirklich unser „Held“ war, der den Mann getötet hat und bewundert ihn dafür, dass es er gewagt hat, sich an einem Gegner zu vergreifen, der so viel größer und stärker war als er. (An dieser Stelle drängt sich mir der Gedanke auf, dass tief in Io der Wunsch verwurzelt sein muss, in einem Blutrausch alles und jeden in diesem Gefängnis anzufallen und zu töten – wer könnte es ihm übel nehmen? ICH sicherlich nicht …)
Weil Guys offensichtlich gehirnamputiert ist, fällt ihm in dem Moment, in dem er das Bild des Opfers in der Zeitung sieht, auf, dass der Mann WIRKLICH viel größer und massiger war als er. Und messerscharf schließt er daraus, dass er nie, nie, NIE im Leben in der Lage gewesen wäre, jemanden mit dieser Statur umzubringen. Und er findet, dass DAS ein Beweis ist. Ich glaube, jeder Juris wäre in der Lage, diesen „Beweis“ mit einer Handbewegung beiseite zu wischen, aber wenn es unseren Helden glücklich macht, will ich das einfach mal so stehen lassen. Wochen vergehen und Guys freut sich auf Luscas nächsten Besuch, in der Hoffnung, dass seine wirren Beweisketten den Anwalt beeindrucken. Lange Zeit tut sich nichts und zwischenzeitlich beginnt sich der Junge schon zu fragen, ob sein Advokat denn überhaupt irgendwann zurückkommt. Und dann, endlich, meldet ein Wächter, dass unser Uke vom Dienst einen Besucher hat.
Juchheißsassa!
Selten hat sich jemand mehr gefreut, einen betrunkenen Trottel zu sehen. Und weil Lusca ein so heiteres Kerlchen ist, zerstapft er Guys’ Träume von Freiheit sofort mit einer metaphorischen Nagelsohle – indem er die idiotischen Überlegungen des Jungen als genau SOLCHE hinstellt. Und nicht nur das, offensichtlich war er auch nicht in der Lage, auch nur einen EINZIGEN von Guys’ Freunden zu finden. Jetzt reißt sogar unserem Protagonisten die Hutschnur und er schmeißt seinen Anwalt raus – ihn wird es freuen, bezahlt worden ist er sowieso. Wofür, das lässt sich zwar nicht so genau sagen, aber heißt es nicht ‚Dilettantismus belohnt sich selbst’? Nein? Hm …

Guys weiß sich schon zu beschäftigen und fleißiges Bienchen, das er ist, schrubbert er heute die Wohnstuben der Wachen – und natürlich auch Durers Zimmer. Und weil DER anscheinend in seinem Job als Wache rein GAR nichts zu tun hat, außer kleinen Gefangenen hinterher zu steigen, sitzt ER natürlich mit im Zimmer und sorgt mit stierenden Blicken für Stimmung. Aber irgendwann kriegt er doch mal die Zähne auseinander und scheucht Guys los, damit der Kleine eines seiner Hemden abholt, das er in die Wäsche gegeben hatte und das inzwischen fertig sein müsste. Als unser Held mit dem Kleidungsstück zurückkehrt, nimmt das Drama seinen Lauf – allem Anschein nach hat jemand eine Nadel in dem Hemd vergessen – fragen Sie mich bitte nicht, wie die beim Waschen da hingekommen sein soll – und als Ergebnis hat Duri-Wuri ein Wehweh an seinem Bubu. Natürlich wird Guys beschuldigt, die metallene Massenvernichtungswaffe dort hingsteckt zu haben.
Natürlich geht das Gewimmer wieder los, aber wie mein Freund neben mir gerade schon anmerkte – Junge, das bringt nix. Du wirst ohnehin gefickt. Und wie recht er damit hat, das sehen wir jetzt:



Wie genau hält das eigentlich? Außer mit ein bisschen gutem Willen? Guys sieht aus als wäre er von einer Band Kinder angegriffen worden, die herausgefunden haben, wie der Erste-Hilfe-Kasten aufgeht. Dreimal dran geruckt und einmal schief angeschaut – das sollte eigentlich reichen, um da rauszukommen. Houdini lacht über dich, Guys – wo auch immer er sein mag, er lacht über dich.
Ein paar Klicks später haben wir Guys, die lebende Pinnwand. Durer steckt überall da eine Nadel rein, wo er Haut finden kann. Hätte Guys einen Rollkragenpullover getragen hätten beide ziemlich alt ausgesehen. Natürlich müssen auch die Brustwarzen unseres Helden dran glauben, er fängt wieder an, herumzuquieken und Durer salbadert sein übliches Seme-Egogewichse. Und bevor man es sich versieht – rapps! – steckt das Dings wieder mal im Bums.



Für jeden, der nicht weiß, wie Analsex funktioniert, beschreibt Guys gerne nochmal alles ganz genau. Au mein Arsch, wimmer wimmer, oh, au, Durer hat einen so großen XYZ, quieks usw.

After a while, my poor ass gets accustomed to Durer.

Bitte?! Der ÄRMSTE Arsch in der ganzen Sache ist ja wohl eindeutig der Spieler! Und nun passiert unweigerlich das, was jeder, der schon mal eine dieser 08/15-Rape-Fantasien irgendwelcher unterfickter Zischen gelesen hat, kennt: Durer hat den männlichen G-Punkt gefunden (Prostata, Uke-Drüse oder Fickfleck) und schon ist alles gar nicht mehr so schlimm und sogar sehr erregend. Oh wie sehr ich es vermisst hätte, wäre dieser Twist nicht drin gewesen. Nachdem jeder von den Beiden das nächste Standbild um etliche weiße Flecken bereichert, ist der ganze Spuk auch schon wieder vorbei und die Szene wird fallen gelassen wie eine heiße Kartoffel.

Offensichtlich sind einige Wachen der Meinung, dass Guys sich besser bumfiedeln lässt, als dass er arbeiten kann und deswegen wird unser sympathischer Protagonist ein wenig getriezt, da er seine Arbeit nicht schnell genug erledigen kann. Nebenbei tut Guys das, was er mit am besten kann – sein Schicksal bebärmeln und über die Polizei schimpfen. Wie es der Zufall – und der Storyschreiber – so will, steht genau in diesem Moment Guildias, der Polizist, hinter ihm und bekommt natürlich jedes Wort brühwarm mit. Weil das nicht gut ist für die Moral der anderen Gefangenen (und NICHT, weil er in Guys’ Arsch will) schleppt der fähige Inspektor den Knaben mit sich und zwar in den Keller, wo – wir erinnern uns – mit Vorliebe geile Gefangene gefoltert werden.
Und Guildias verliert auch keine Zeit. Ratzfatz sind die Klamotten des kleinen Uke unten und die Feier kann steigen. Weil die erste „Bondage-Einlage“ noch nicht genug war, braucht es jetzt ganz dringend noch eine. Diesmal geht man allerdings fachmännischer zu Werke, mit großen Eisenstangen und sogar Ledergürteln. Das Ergebnis sieht so aus:



Und wo so „herumgebondaged“ wird, da wird natürlich auch mit heißem Wachs rumgekleckst. Grund genug für Guys, zu jaulen wie ein Hund, während er wiederum bemerkt, dass er eigentlich spitz wie ein Rettich ist. Und kaum steckt der Herr Polizist in seinem Hintern, ist das kleine Uke gar nicht mehr zu bändigen.
Für den Fall, dass noch irgendwer hier immer noch glaubt, dass all das etwas mit BDSM zu tun hat, soll er doch mal kurz hierher kommen, damit Tante Penny ihm oder ihr eine Ohrfeige für latente Blödheit geben kann. Immer wieder bekommt man zu hören, dass das alles zwar schon irgendwie schrecklich sei, aber trotzdem geil, weil es ja BDSM ist. NEIN, ihr verdammten Idioten, das ist es nicht.

Die grundlegende Basis für die Ausübung von BDSM ist, dass es prinzipiell von mündigen Partnern freiwillig und unter gegenseitigem Einverständnis in einem sicheren Maße praktiziert wird. Diese Grundprinzipien werden seit den 1990er Jahren unter der englischen Bezeichnung „safe, sane and consensual“, kurz SSC zusammengefasst. Dies bedeutet so viel wie „sicher, mit klarem Verstand und in gegenseitigem Einverständnis“. Die Freiwilligkeit, das heißt die Einvernehmlichkeit zwischen den Beteiligten, grenzt BDSM von Vergehen oder Verbrechen gegen die sexuelle Selbstbestimmung und von Gewaltmissbrauch sowohl rechtlich als auch ethisch ab.

Quelle: Wikipedia

Sehr ihr das? Könnt ihr das lesen? Das ganze verdammte Spiel hat rein gar nichts mit BDSM zu tun, weil es gegen die GRUNDLAGE solcher Praktiken verstößt. An der ganzen Sache gibt es auch nichts zu deuteln. Wer sich bei Enzai auf BDSM rausreden will, der lügt oder hat keine Ahnung und reißt trotzdem seine große Fresse auf. Mehr nicht. Und ich weiß nicht, was ich davon schlimmer finden soll.

Im nächsten Review gibt es ein Wiedersehen mit Lusca zu bestaunen und wer weiß, ich will nicht zu viel versprechen, vielleicht wird auch wieder jemand vergewaltigt. Schauen wir mal, liebe Leser.
Bis dahin verbleibe ich

Auf immer Ihre
PennyDreadful

Enzai 07 - See you in hell

It’s time to suck ass und chew bubblegum! Aus dem Rape-Knast des Todes gibt es diese Woche fast schon ein bisschen Gutes zu berichten: Noch steckt niemand in irgendwelchen Körperöffnungen und es geht wieder an die Arbeit. Aber das ist noch nicht alles, oh nein, denn das Spiel verwöhnt mich am Anfang der Szene mit der zweiten Auswahlmöglichkeit in diesem Spiel. Ich werde gefragt, was Guys denn nun als erstes tun solle; die Werkzeuge oder das Leder für die Schuhe vorbereiten.
Was viele Leser erstaunen mag (das hat es mich auch), ist die Tatsache, dass genau diese Auswahl die Wichtigste im gesamten weiteren Verlauf ist. Denn wählt man hier falsch, dann ist es sehr schwer, das Story-Ruder wieder rumzureißen. Leider ist mein erstes Durchspielen dieser Frechheit so lange her, dass ich mich beim besten Willen nicht mehr erinnern kann, welche der beiden Möglichkeiten die ‚Richtige’ ist. Weil ich so badass bin (und zu faul bin, nochmal nach einem Walkthrough zu suchen) entscheide ich mich dazu, das Leder vorzuziehen. Vordergründig, weil ich nicht weiß, ob die Wahl mit den Werkzeugen nicht irgendwelche schrecklichen „Huch, jetzt ist mir die Zange in deinen Hintern gerutscht“-Konsequenzen nach sich ziehen würde.
Offensichtlich genau die richtige Wahl, denn Guys wird vom Fleck weg befördert. Ab jetzt ist er der Laufbursche für die Wärter und tut das, was man ihm aufträgt, was bedeutet, dass er nicht mehr nur die ganze Zeit über Schuhe nähen muss. Das … ist doch gut, oder? Nun ja, wir werden sehen. Nun geht der Junge erstmal in die Bibliothek, um dort die Bücher zu sortieren. Wenn man bedenkt, wie menschenunwürdig die Zustände in diesem Gefängnis sind, kann man wahrscheinlich von Glück sagen, dass die Leute dort überhaupt eine Bücherei haben. Und dabei handelt es sich nicht etwa um eine Abstellkammer mit ein paar Büchern drin, oh nein. Sondern um diesen Raum hier:


Die Stadtverwaltung von Alexandria hat angerufen; sie wollen ihre Bibliothek zurück …

Wow … ich möchte noch einmal daran erinnern, dass in der Zeit, in der diese ganze Chose hier laufen soll, beileibe wirklich nicht jeder überhaupt lesen konnte. Bin ich die Einzige, der dieser Versuch der geistigen Ernährung der Insassen ein wenig seltsam vorkommt? Schulbüchereien sind teilweise nicht so gut eingerichtet wie diese Gefängnisbibliothek. Ich hatte in einem früheren Teil des Reviews einen Scherz über einen Wellnessbereich gemacht, dessen Existenz mir jetzt plötzlich gar nicht mehr so unwahrscheinlich vorkommt.
Vielleicht mag man mir hier an dieser Stelle vorwerfen, dass ich das Spiel zu genau nehme und mich an unnötigen Kleinigkeiten aufhänge. Aber bitte, auf der einen Seite kommen mir hier Leute damit, dass das Spiel mit einer epischen Story aufwartet, aber gehört dazu nicht auch, für ein stimmiges Drumherum zu sorgen, damit überhaupt so etwas wie Glaubwürdigkeit entstehen kann? Zudem … mir ist klar, dass Interactive Novels vom Reißbrett hergestellt werden, zwischen einem Calpis und einer Portion Sashimi in der Mittagspause, aber gerade dieser Bildschirm kommt mir so vor wie ein Hintergrund, der eigentlich zu einem ganz anderen Spiel gehört hat, und den man hier einfach mal so reingesetzt hat, so passend wie ein Basecap auf einer mittelalterlichen Heiligenfigur.

Aber weiter im Text, schließlich geht es hier ja nicht um meine kleinlichen Nörgeleien, nicht wahr? Denn nach ein paar Minuten Büchereinräumen bekommt Guys eine weitere gute Nachricht: Er hat Besuch. Und nicht nur irgendwelchen, oh nein. Es ist Lusca, der sympathische, in Fusel marinierte Anwalt. Natürlich ist der Gute mal wieder voll wie eine Haubitze, was schlecht ist. Aber er hat Schokolade mitgebracht, was wiederum gar nicht so schlecht ist. Ich persönlich hätte jetzt auch gern welche. Er fragt Guys wie er sich denn schon so eingelebt habe, was diesen – verständlicherweise – ein wenig aufbringt. Der Junge hofft schließlich immer noch auf die Wiederaufnahme seines Verfahrens und eigentlich wäre es die Aufgabe des Anwalts, alles Nötige in die Wege zu leiten. Der Jurist wird daraufhin ein wenig unleidlich und erklärt unserem Protagonisten, dass das alles gar nicht so leicht ist, wie es vielleicht klingt. Schließlich muss man neue Indizien vorlegen können, die die Unschuld des Angeklagten beweisen, was in Guys’ Fall anscheinend gar nicht so einfach ist. Ich … weiß nicht genau, warum, aber irgendeinen Grund wird es schon haben. Und wir wollen doch nicht annehmen, dass Lusca schlechte Arbeit leistet, oder? Nachdem Guys ein wenig herumnörgelt, bietet der Herr Advokat dem Jungen an, er könne sich auch gerne einen anderen Anwalt suchen. Kein Wort mehr davon, dass er von der Mutter unseres Helden schon im Voraus von all den Ersparnissen bezahlt wurde, die der Familie zur Verfügung standen, aber ich bin sicher, die sind ohnehin schon in etwas Hochprozentiges investiert worden. Noch einmal versucht es Guys auf die Mitleidstour und ich schwöre, wenn ich noch ein paar Mal hören muss, wie er sagt, dass er niemanden umgebracht hat, werde ICH zur Mörderin. Auf Guys erbärmliches Gewimmer kontert Lusca mit altklugen Juristenweisheiten aus der Hölle.

In a trial, truth isn’t what matters. Without evidence, truth means nothing.

Selten zuvor wurde in so vielen Worten so wenig gesagt. Muss ich eigentlich noch betonen, wie sich dieses Geschwurbel selbst ad absurdum führt? Achtung, liebe Leser, jetzt kommt ein wenig Schwung in die Sache mit Guys angeblichem Verbrechen, denn nun hat Lusca eine schier geniale Idee; eine Idee, die SO gut ist, dass ich bereit bin zu glauben, dass man ein wahrhaft fähiger und erfahrener Jurist sein muss, um überhaupt darauf zu kommen.: Er fragt Guys, ob es vielleicht jemanden gäbe, der bezeugen könne, dass unser Held den Mord nicht begangen hat.



ExcuuuuuuuuuuuuuuuuuUuuuuuuuuuuuse me, princess! Ich selbst habe noch nie als Strafverteidiger gearbeitet, aber ist das nicht … nun ja …das ganz normale Prozedere? Also, Entlastungszeugen und so? Erneut stellt sich mir die Frage, was das für eine Gerichtsverhandlung gewesen sein will. Gottchen, ich glaube, selbst die Verhandlungen bei Babsi Salesch sind da authentischer. Warum fragt eigentlich niemand den Ladenbesitzer, der Guys gejagt hat, als der Mord passiert ist?! Gaaah, es ist schon WIEDER so weit, ich versuche schon wieder, Logik in das Spiel zu bringen! Damit muss Schluss sein! Schluss, schluss, schluss!
Wenigstens versucht das Spiel wieder, ein wenig Boden wett zu machen, denn offensichtlich hat der Geistesblitz, der sich anscheinend unabsichtlich in das Zimmer verirrt hat, sich in Guys’ hohlem Schädel eingenistet. Lusca solle doch nach den Jungs suchen, mit denen unser Protagonist den Bonbonklau vom Anfang geplant hatte. Potzblitz!
Lusca verspricht es – wahrscheinlich um endlich das Gespräch beenden und das Weite suchen zu können – und so endet auch diese Episode und hinterlässt einen schalen Nachgeschmack auf unserer Zunge und in unserem Kopf. Es ist ein bisschen so, als hätten meine Gehirnzellen eine Party in meinem Schädel gefeiert und irgendjemand hätte sich hinter den Heizkörper übergeben.

Die Zeit vergeht und Guys gammelt vor sich hin, bis schließlich Durer erscheint und ihm ausrichtet, dass er einen Besucher habe, der ihn erwartet. Da er wahrscheinlich ohnehin keine große Wahl hat, trottet Guys ihm hinterher und Durer bringt ihn … Holy crap!



Achtung Guys, es sind die Gaskammern! Oder die Verbrennungsöfen! Oder … ich weiß es auch nicht. Wo befinden wir uns hier, meine Damen und Herren? Das hier ist kein Gefängnis im Jahr Achtzehnhundertdickmilch, das hier ist eine Mischung aus einem Asiatischen Kinderstrich, dem Arkham Asylum und der Spencer Villa.
Wenig überraschend für uns alle ist es, dass Durer Guys in ein schrecklich anmutendes Folterzimmer führt. Und dort wartet auch schon … Guildias! Sie wissen schon, der Typ, der es geschafft hat, Guys den Mord anzuhängen. Was will der nur hier? Ach so, er will uns fesseln, von der Decke hängen lassen und uns vergewaltigen. Mit seinem .. Gehstock. Guys fängt an zu quieken als gäbe es kein Morgen mehr und wenige Bilder später tropft sein nicht mehr ganz jungfräuliches Blut von Guildias’ Gehhilfe. Entschuldigen Sie, ich gehe mir kurz meine Augen mit Brennspiritus auswaschen.

Nach diesem kleinen Intermezzo ist es wieder Zeit für einen Besuch unseres Anwalts, der natürlich nichts, aber auch gar nichts rausgefunden hat, weil Guys’ Freunde nicht mehr aufzufinden sind (wobei es mich ohnehin schon wunderte, dass jemand wie unser Super-Uke wirklich Leute hat, die er Freunde nennt …).
Der Ladenbesitzer! Sucht nach dem Ladenbesitzer, verdammt nochmal!
Schade, schade. Schon wieder herrscht Ratlosigkeit allenthalben.
Herrgott! Der LADENBESITZER! Ihr dummen Vollidioten!
Und nun sind wir – schon wieder – da, wo wir vor ein paar Seiten schon einmal waren: Unser Held fängt an zu heulen und beschuldigt den Anwalt, seinen Job nicht richtig zu machen und Lusca ist besoffen und interessiert sich einen Scheißdreck für Guys’ Geflenn.
Warum hört mir eigentlich niemand zu? Warum fragt ihr nicht einfach den %“&§/&/§ Besitzer DES Ladens, in dem Guys versucht hat, Süßes zu klauen? Zur Zeit der verdammten MORDES?!
Ich habe es satt, ständig und dauernd Dialoge mit dem selben Inhalt zu lesen, aber wenigstens hat das Spiel diesmal anscheinend ein Einsehen mit mir. Lusca wird die ganze Sache nämlich zu bunt und er verabschiedet sich mit der festen Absicht, nicht noch einmal ins Gefängnis zu kommen. Auch, wenn es komisch klingt, aber ich bin gerade fast ein wenig erleichtert über diese Ankündigung.
Immerhin, er hat Guys – aus welchem Grund auch immer – ein paar Zeitungsartikel mitgebracht, die sich mit seinem Fall beschäftigen. Obwohl er nicht lesen kann schaut sich Guys die Berichte doch an, bis er schließlich einschläft. Durer weckt ihn schließlich und jeder von ihnen, der noch naiv genug ist, zu glauben, dass das keine schrecklichen Folgen haben wird, bekommt von mir einen Trostpreis.
Durer meint, er habe gemerkt, dass der Junge ein wenig aufgeregt ist und er bietet ihm an, ein wenig mit ihm zu spielen, um ihn auf andere Gedanken zu bringen.



Durer bemerkt die Schokolade, die Guys in seiner Zelle aufbewahrt und fragt Guys, ob er Limonade mag (gab es die eigentlich schon damals, als … ach, egal). Auf jeden Fall macht Durer seine Hose auf und

--- Eintrag wurde aufgrund eines zweiminütigen hysterischen Zusammenbruchs der Autorin unterbrochen ---

So, es geht wiede.r Ich … ich weiß nicht, was ich sagen soll, ich meine … ich habe gerade ein schrecklich gezeichnetes Kind dabei gesehen, wie es Durers Urin getrunken hat. Das sind Dinge, die man nicht beschreiben kann, ich konnte nicht einmal ein Bild davon einstellen, weil ich nicht wüsste, wo ich verdammt nochmal das zensieren anfangen sollte. Da der Animexx immer noch nicht mit einer adult-Funktion für einzelne Blog-Einträge um die Ecke kommt, wird es zu dieser Szene kein Bild geben.; und wer weiß, vielleicht ist das auch das Beste so.


Ich kann es irgendwie nicht erklären, aber ich fühle mich schmutzig. Das ist einer DER Momente, in denen ich mich wirklich dafür schäme, Geld für dieses Spiel ausgegeben und zu seinem kommerziellen Erfolg beigetragen zu haben. Ich werde diese 12 Euro niemals wieder bekommen und ich hätte dafür einem Kind in Afrika eine Augenoperation oder einen Quadratmeter Regenwald retten können.
Das ist etwas, das man nie ganz rausbekommt, egal wie sehr man sich einredet, dass es schon OK und irgendwie auch gerechtfertigt war, denn das ist es nicht. Wirklich, das … das ist es nicht. Einfach nur … nein. Ich … muss schlafen. Und mein Hirn mit Bleiche auswaschen gehen. Dann werde ich mich in ein Koma trinken, das mich vergessen lässt, was ich gesehen, gelesen und gehört habe und vielleicht, vielleicht schaffe ich es so, die Schuld und den Ekel, den ich vor mir selbst empfinde, ein wenig in den Hintergrund zu drücken.

Enzai … Enzai TUT das mit einem. Ja.
Bis zum nächsten Mal, liebe Leser.

Enzai 06 - 10th Man Down

Keine Arbeit, kein Essen – was für Guys, die faule Flennsau gilt, soll auch für mich gelten. Im Zimmer hat es gerade gefühlte 33° C, mir ist schon vor dem ersten Tastendruck der Eiskaffee ausgegangen und das Mineralwasser schmeckt nach ungewaschenen Füßen. Perfekte Voraussetzungen also, mich in Stimmung zu bringen.
Guys hat in der letzten Folge erfolgreich seinen Anwalt verekelt und wird nun zurück an seinen Arbeitsplatz geführt, wo auch schon Io auf uns wartet. Anscheinend hat er sich gewaschen und sich die Spaghetti von den Schultern gebürstet und soll uns nun ein bisschen in die Arbeit einführen (nein, das war ausnahmsweise mal keine Zweideutigkeit, hören Sie gefälligst auf, zu lachen). Nun wird bei beiden Seiten ein wenig hin- und hergeukt, Io wimmert beim Reden schlimmer als ein kleines Mädchen und Guys ist ruckzuck genervt von ihm. Trotzdem hat unser Protagonist niemand anderen zum Plaudern und so klönt er mit Io während der Arbeit über seinen gemeinen und unfähigen Anwalt. Weil er darüber aber das Arbeiten vergisst, wird er erstmal ein wenig von den Wachen verprügelt und von den Mitgefangenen ausgelacht.
Guys eröffnet uns im nächsten unbelebten Bild, dass er sich im Gefängnis einzuleben beginnt. Der Tagesrhythmus geht ihm in Fleisch und Blut über, doch seine Sexualität befindet sich offensichtlich im Blindflug: Er fängt an, von Frauen zu phantasieren.
Nein, nein, Guys, bitte! Du … du bist nicht heterosexuell, du bist nur verwirrt! Glaub mir, wir kriegen das schon wieder hin.
Weil Guys ein gar so angenehmer und tiefer Charakter ist, werden wir weiter in sein Seelenleben und denken eingeweiht. Er beschwert sich schon wieder über das Essen, das es jeden Tag gibt. Verzeihung, deine Familie ist so arm, dass sie wahrscheinlich gerade auf der Straße irgendwo um etwas betteln muss und du beschwerst dich über Kartoffeln und Suppe. Anscheinend sind Geschichtsbücher über Frankreich zur Zeit Napoleons in Japan entweder nicht erhältlich oder sie werden nicht gelesen – zumindest nicht von den Künstlern, die und Enzai beschert haben.
Inzwischen wird mir klar, dass in diesem Gefängnis anscheinend alle unter komplett selektivem Gedächtnisverlust zu leiden scheinen (übrigens ein Phänomen, das mir schon in diversen Yaoi-FFs aufgefallen ist. Hat erzwungene anale Gewalt Einfluss auf das Gehirn und seine Funktionen?). Jose kommt nach all der Zeit, die vergangen ist und trotz der Tatsache, dass wir nicht nur bereits mehrere Male mit ihm geredet haben und er auch schon vergewaltigt hat (jawohl, UNS. Guys, mich und Sie, liebe Leser. Sie waren auch dabei), zu uns und fragt uns, ob wir nicht Guys seien, gerade so, als würde er sich nur noch flüchtig an uns erinnern. Da der Junge offenbar zuviel Schiss hat, Jose auszulachen oder ihm ein Gedächtnistraining zu empfehlen, lobt er ihn für diese geistige Akrobatikleistung. Aber wahrscheinlich hat er recht, es wäre wirklich zu viel verlangt, den Namen von den ganzen Leuten zu kennen, die in den Zellen direkt neben einem schlafen und in denen man schon mal drin steckte. Gerade bei Jose mag das schon eine ziemlich große Zahl sein.
Jose lädt Guys ein, ihm doch nachher ein wenig Gesellschaft zu leisten und um ehrlich zu sein bin ich ziemlich froh, dass er dieses Mal wenigstens vorher fragt. Mal schauen, wie lange dieser Frieden noch hält. Unser Held schlägt das Angebot aus und die beiden beginnen, sich zu belauern, zum Äußersten bereit: Einen Sissy-Fight im Speisesaal anzuzetteln, der zwar wahrscheinlich ohnehin binnen fünf Minuten von ein paar Wächtern niedergeknüppelt wird, aber da die Gefangenen hier offensichtlich nicht immer ganz so prächtig bewacht werden, weiß man ja nie …
Unsere beiden Herren beschließen jedoch, es für heute einmal gut sein zu lassen, stoßen noch ein paar halbherzige Drohungen aus und schleichen sich dann mit mehr oder minder eingekniffenem Schwanz davon. Und weil das so unglaublich spannend war, muss Guys auch gleich ins Bett.

Jetzt sollte man allerdings nicht glauben, dass der Junge dort im Knast nichts anderes macht, als sich mit anderen Jungs zu balgen, die Seife aufzuheben und sich Nachts in den Schlaf zu weinen, oh nein. Er wird zum Raucher, spielt Karten oder schaut sich billige Pornobildchen an.
In einem gewohnt holperigen und komplett unzusammenhängenden Szenenwechsel springen wir von einer Szene, in der Guys von drei ziemlich alten Mitgefangenen gefragt wird, ob er Sex mit ihnen haben möchte, in eine Szene, in der er – hach, so was Dummes aber auch – ausgerechnet in Jose reinläuft. Wie ein Karnickel sucht Guys sein Heil in der Flucht und kreuzt den Weg von Vallewida, der ein Buch liest, in dem es nicht um nackte Frauen geht und deswegen offensichtlich den Horizont unseres Helden übersteigt. Mal im Ernst, kann ich nicht lieber Vallewida spielen? Dann entginge mir auch keine Vergewaltigung, aber ich hätte wenigstens das Gefühl, zumindest einen kleinen Sympathieträger zu steuern.
Wo wir gerade von Sympathieträgern reden, raten Sie doch mal, wer gleich um die Ecke biegt? Nein, es ist nicht Jose und leider auch nicht der Weihnachtsmann oder der Game Over-Bildschirm, es ist Durer, der uns fragte, ob wir nicht eigentlich auf die Toilette wollten, wie wir Jose im Augenblick unserer Flucht noch so glaubhaft versichert hatten.
Schwant Ihnen Übles, lieber Leser? Ja, mir auch.
Der Chef der Wache führt Guys nun in seine Zelle und schließt die Türe ab. Dann greift er sich unser Uke, das natürlich zu blöd war, auch nur einen einzigen Schritt zurück aus seiner Reichweite zu machen und fordert ihn auf, auf die Toilette zu gehen. Nur eben … naja … ohne Toilette eben.



Ich meine, ich weiß, dass Durer in dieser Geschichte das Arschloch sein soll, aber die nun folgenden Witze über Guys’ Pillermann tun einfach nur noch weh. Es sind Momente wie diese, die es mir schwer machen, wirklich weiter zu spielen.
Nein, pardon … SOLCHE Momente gehören auch dazu.



Wie dem auch sei, mit der Luger am Kopf fällt es Guys natürlich wesentlich leichter, zu pullern. Mir auch, wenn ich daran denke, dass bis zur Erfindung dieser Waffe laut Zeitrechnung noch ca. 100 Jährchen vergehen werden.
Time Nazis in France! Yaaaay!
Nachdem die peinliche Puller-Parade sich ihrem Ende zugeneigt hat und Guys schon gepflegt auf den Zellenboden gestrullt hat, legt sich die Nacht über das Gefängnis und über diese herrliche Episode, doch das Spiel ist noch lange nicht ausgestanden.

Wenigstens vergeht die Zeit nicht in Echtzeit, denn laut eigenen Angaben sitzt Guys schon seit drei Monaten dort ein. An diesem Abend hat er keine Lust, seine Mitgefangenen beim Eierschaukeln Gesellschaft zu leisten und entschließt sich, ein wenig mit Willi Wunder zu plaudern, der wie immer in seiner Zelle sitzt und kluge Bücher liest. Gerade, als das Gespräch ein klein wenig in Schwung kommt, steht Durer, der alte Party Buster da und spöttelt unser kleines Date. Charmant, wie er ist, führt er sowohl Vallewida als auch Guys gemeinsam aus dem Zellentrakt in ein dunkles Kellerloch.

Quizzeit!

Meine lieben Leser, raten Sie, was passieren wird in diesem gottverlassenen Verließ am anderen Ende des Gefängnisses?

1. Willi Wunder hat Geburtstag! Überraschungsparty! Pusch, Kuchen und Topfschlagen für alle!!!!1111!!

2. Guys, Durer und Vallewida diskutieren ihre Probleme miteinander aus, kommen zu einem gemeinsamen Konsens und alles wird gut.

3. Beschdümmt irgnwas Päwäsess! *sabba*

4. Ooooch … ich hoffe, Durer und Vallewida kriegen sich am Ende, sie sind so kawaii. Und jeder kriegt Guys. Love and Happiness.

Wie auch immer Ihr Tipp für diese spannende Sache aussehen mag, lassen Sie mich eines gesagt haben: Das Unterwerfungsspielchen zwischen Vallewida und Durer ist an Ödnis nicht zu übertreffen. Zumindest nicht der verbale Teil, der ausschließlich aus Gemurmel, Zurechtweisungen, Drohungen und Entschuldigungen besteht.
Dann wird das Geturtel ein wenig ernster und das Paarungsritual beginnt. Das wilde Durer tritt das Vallewida so lange, bis dieses in eine Starre verfällt, die offenbar bedingungslose Rape-Bereitschaft signalisiert. Nein, das ist kein Witz und wahrscheinlich eine der Stellen, bei denen die Enzai-Fans anfangen würden, über Vallewidas innere Zerrissenheit zu referieren. Denn die ganzen Erniedrigungen gehen natürlich nicht spurlos an Vallewida vorbei, oh nein. Er hat nämlich eine Persönlichkeitsstörung entwickelt, die ihn in einen schmerzunempfindliches, devotes Spielzeug verwandelt.



DAS ist das, was Fans und wahrscheinlich auch Entwickler unter vielschichtigen, tiefgründigen und verzweifelten Charakteren verstehen?
Ich möchte gerne mein Hobbyschreiber-Handwerk aufgeben und vor einer ganzen Nation betonen, dass ich niemals etwas in der Art selbst geschrieben habe und mich davon so weit distanziere, dass man eine Raumsonde bräuchte, um mich aufzuspüren.

Auf jeden Fall ist die Idiotie noch nicht vorbei, denn nun fängt Vallewida an, um Schläge zu betteln. Ich bitte an dieser Stelle meine Leser, das nicht auf eine Stufe mit ernst zu nehmenden BDSM zu stellen. Denn der Grundsatz „Safe, Sane, Consensual“ wurde schon spätestens beim zweiten Wort über Bord gekickt. Das hier ist kein BDSM, das ist nur ein Vorwand, um Voyeurismus zu befriedigen. Das wird Ihnen jeder Anhänger der Szene bestätigen und auch, dass Durer nun eine Gerte rausholt (die auf den Bildern wie eine Peitsche mit Dornen aussieht; offensichtlich hat uns die Continuity mal wieder verlassen), um Vivi zu punishen macht es nicht besser.
Durers Tiraden darüber, wie Vallewida die Schmerzen braucht, wie schmutzig und ekelhaft er ist, erspare ich Ihnen einfach mal, das Lesen ist reine Zeitverschwendung. Inzwischen fragt sich Guys, wer wohl der Verrückteste im Raum ist; Vallewida mit seinen leeren Augen und seinem leblosen Körper, oder Durer, der wie ein Irrer lacht, während er auf den Gefangenen einprügelt. Die Tatsache, dass ich angefangen habe, an meinen Fingernägeln zu kauen und die Wand in meinem Zimmer zu bluten beginnt, scheint niemanden zu interessieren.
Durer zieht sich seine Hosen runter und beginnt, sich zu rubbeln während er seinem Prügelknaben das Blut ableckt. Das sind Dinge, die man nicht oft sieht und eigentlich auch nicht wirklich sehen möchte und das unvermeidliche Ende der ganzen Sache soll Ihnen dieses Bild zeigen:


Tagesgericht heute: Bishi Rot-Weiß

Während ich das alles in Wort und Bild erleben darf fällt Guys in Ohnmacht, so lange, bis er von Vallewida geweckt wird, der offensichtlich in Knuddelstimmung zu sein scheint und sich anscheinend nicht an das erinnern kann, was passiert ist.
Die beiden whinen sich ein bisschen an, der langhaarige Sexbombenleger schaltet wieder in den Spooky-Modus um und ich ergreife gemeinsam mit Guys die Flucht.

Ich gehe jetzt was essen und nehme mir eine Tablette gegen meine Kopfschmerzen. Wahrscheinlich sehen wir uns nächste Woche wieder, dann mit der Frage, ob ein betrunkener Anwalt auch mal mehr als einen Korn findet .

Enzai 05 - Milk and Toast and Honey

There was pain without hope of healing. There was life that refused to end. Long after the mind had begged to body to cease. And worst, there were dreams come true.
- Books of Blood – by Clive Barker –
Ich kann nicht mehr schlafen. Ich träume von Nazis in tannengrünen Uniformen, die mir ihre Schlagstöcke dorthin schieben, wo die Sonne nicht scheint, und das jedes Mal, wenn ich die Augen schließe. Ich möchte mich entschuldigen. Bei Mikes Mom und bei Joshes Mom und meiner Mom. Es tut mir so … so leid. All das ist meine Schuld.
Oh … Moment. Ich glaube, ich bin im Moment im falschen Film. Obwohl es nicht sooooo weit an der Wirklichkeit vorbei ist und die Sinnsuche in einem Shota-Klickspiel für verzweifelte Langeweilefetischisten inzwischen tatsächlich ein bisschen dem Blairwitch Project gleicht. Alles um mich herum erscheint mir grisselig, manchmal bilde ich mir ein, Guys aus einer Ecke meines Zimmers quieken zu hören und den Weg nach draußen finde ich auch nicht mehr.
*seufz*
Aber wenigstens geht es Guys genau so schlecht wie mir.
Frisch vergewaltigt lässt sich der junge von seinem neuen besten Freund in Richtung seiner Zelle, bis sich Evan schließlich verabschiedet, um sich in Ruhe aufs Ohr hauen zu können. Aber wie das immer so ist, müssen wir natürlich einen weiteren Charakter aus dem faszinierenden Cast kennenlernen. Und weil wir keine andere Wahl haben, torkelt er auch schon in uns hinein.
Es ist Vallewida, das Traumbishi mit den leeren Augen und dem noch leereren Kopf, das – ähnlich wie Guys – gerade frisch durchgebimst durch die unheimlichen Flure der Strafanstalt streunt. Huppsi! Hab ich das mit der sexuellen Gewaltanwendung etwa schon vorweg genommen? Oh ich Dummerle, jetzt habe ich doch einen Plotpoint versaut und die ganze Spannung vorweg genommen. Noin!
Wissen Sie was? Vergessen Sie doch einfach, was ich da gerade geschrieben habe, damit sie später noch angemessen schockiert reagieren können. Einer von uns muss das ja machen. Ich bin inzwischen – ganz offen gestanden – ein wenig abgestumpft.
Wir dürfen nicht vergessen, dass Willi Wunder ja mal ein hochrangiger Soldat war. Also jemand, der auch mal einen Befehl über den Kasernenhof plärren kann, wenn es sein muss. Erstaunlicherweise macht aber der weißhaarige junge Mann den Eindruck, als sei er von einer Frau synchronisiert wurden. Leise und feminin nuschelt er eine Entschuldigung und zockelt weiter. So schlecht es Guys auch gehen mag, er hat immer noch Zeit für eine abfällige Bemerkung in Richtung des hauseigenen Rape-Geistes und begibt sich schließlich auch zu Bett. Leider ist nicht ganz bekannt, ob er in dieser Nacht auf dem Bauch geschlafen hat, aber wir werden gleich sehen, dass unser Uke noch ein paar ernstere Probleme hat, die ihn milde beunruhigen.
Der Kleine träumt nämlich einen gar symbolischen Traum. Hier beweist Enzai wieder einmal, dass es sich wirklich nur an den GROSSEN Werken orientiert, denn die symbolträchtige Traumsequenz macht denen des biblischen Jakob Konkurrenz. Fuck Goethes Faust, Baby! Enzai goes Bible!
Natürlich sind es keine fetten und mageren Kühe, von denen unser Vorzeige-Uke träumt, nein. Er geht eine Straße entlang und noch während er sich fragt, wohin er eigentlich gehen soll, beginnt es zu regnen. Männer! Halleluja!
Nein, Spaß, es regnet – natürlich – Blut. Guys ist binnen weniger Augenblicke komplett damit eingeferkelt und als er hochschaut, sieht er plötzlich eine Puppe, die von einem hellen Licht bestrahlt wird. Das Gesicht der Puppe ist schön wie das einer Frau und aus ihrem Mund fließt Blut. Plötzlich jedoch ist es keine Puppe mehr, sondern der tote Mann, dessen Tod Guys angelastet worden ist. Und noch während sich der Tote auf Guys wirft, schreit sich das Uke selbst aus dem Schlaf. Subtilität wird in diesem Spiel nicht groß geschrieben, das weiß ich, aber allein die Vorstellung dieses Traumes wirkt auf mich eigentlich eher lächerlich als gruselig. Ungefähr so:

Nun ja, Guys ist auf jeden Fall schon mal zur richtigen Zeit aufgewacht; genau pünktlich zum kollektiven Aufstehen. Nachdem er in seine Klamotten gehüpft ist, läuft er einem alten Bekannten über den Weg: Walle Widerlich. Und der ist schon ein SO alter Bekannter, dass er schon graue Haare hat.
Ja, ich weiß, der war schlecht, aber lassen Sie mich doch ein bisschen albern sein.
Lange Rede, schwacher Sinn, der langhaarige Sexbombenleger kann sich nicht mehr erinnern, uns schon einmal über den Weg gelaufen zu sein und begrüßt uns deswegen herzlich in unserem neuen Zuhause, wo der Spaß schier endlos zu sein scheint.
Was ist Was? Heute: Dissoziative Identitätsstörung
Penny weiß: Eine Dissoziative Identitätsstörung kann Einfluss auf Wahrnehmung, Erinnerung, und das Erleben der eigenen Identität haben.
Das bedeutet, dass Vallewida so verrückt ist wie eine nasse Eule.
Kinder sollten keine Süßigkeiten von ihm annehmen.
Als er ein bisschen näher kommt, weicht Guys zurück und fragt ihn, ob er sicher sei, ob er nicht an einer schrecklichen Krankheit leiden würde. Für einen Moment scheint Vallewida nicht zu wissen, wovon Guys redet, doch dann erinnert er sich wieder an gestern und entschuldigt sich. Konnte er sich nicht eben noch nicht erinnern, Guys schon einmal gesehen zu haben? Das schreit nach einem
Was ist Was? Heute: Continuity

Penny weiß: Continuity is a bitch!
Auf jeden Fall wollte uns Willi Wunder nicht erschrecken und das ist ja auch schon mal wenigstens ein kleiner Trost. Bevor sich Guys jedoch auf ein langes Gespräch einlässt, schubst er seinen neuen Freund beiseite und macht sich auf zum Frühstück. Wie er betont möchte er nicht mit einem Irren abgeben. Jawohl, liebe Leser, hören wir auf den geistig vollkommen gesunden Volltrottel mit dem glücklichen Händchen für Strafverteidigung.
Jetzt ist erstmal Zeit zum Essen fassen.
Das erste fröhliche Arschgesicht, das uns am frühen Morgen entgegen strahlt ist das von Evan, der sich freut, dass wir schon wesentlich munterer zu sein scheinen als gestern nach den analen Schrecken. Guys kritisiert – wie sollte es auch anders sein – das dürftige Frühstück, als er ein weiteres liebes Gesicht erblickt: Io, den kleinen Verräter. Das kleine Super-Uke hat in guter alter Tradition Mist gebaut und Essen auf den Boden geworfen. Natürlich nicht seines, lieber Himmel, wo denken Sie hin? Natürlich war es Joses Portion. Auf die Joses Frage hin, ob er sein Frühstück vom Boden essen solle, wünsche ich mir, dass ich nun wirklich interaktiv in diesen Novel eingreifen könnte. Leider, leider muss ich jedoch Ios erbärmliches Gestotter anhören. Es sei doch nicht so gemeint gewesen und er würde seinem Seme sofort sein Frühstück geben, wenn dieser das wirklich wollte. Oho, aber wer jetzt glaubt, dass Io SO einfach davon kommt, der irrt sich gewaltig.
Anscheinend essen die Leutchen in diesem Gefängnis vollkommen ohne Bewachung, denn Jose bringt sein kleines Uke dazu, sich auszuziehen, sich auf den Boden zu kuschen und das Frühstück zu essen. Es der Kleine von dem wesentlichen größeren Tyrannen auf den Boden geschubst wird, kann man einen quiekenden Laut hören, wie ihn ein Mensch eigentlich nicht ausstoßen sollte, vor allem niemand, der mit zwei Testikeln bestückt ist. Aber bei Io habe ich da ohnehin meine Zweifel, wobei das eigentlich nichts mit dem Frühstück zu tun hat.
Morgens, halb zehn in Frankreich … Io – Das Bückstückchen

Erstmal wird der Akt des Ausziehens und Rumflennens erschööööööpfend ausgewalzt (und damit meine ich WIRKLICH ausgewalzt) und dann sehen wir, welch köstliches Frühstück die Jungs zu schnabulieren bekommen. Auf dem Boden liegend sieht es zwar nicht mehr SO lecker aus, aber am meisten erstaunt mich die Auswahl der Speisen. Aber dazu kommen wir beim nächsten Bild, jetzt bleiben wir erstmal bei den harten, schrecklichen Tatsachen. Mit einem irre aussehenden Grinsen auf dem Gesicht fängt Io an, zu essen, während sich Jose so richtig schön auf Seme-Art amüsiert.
„Huhuhaha, schaut mal wie er sich über das Essen hermacht. Wie ein Hund! Duuuuuh!“
Und wie das so sein muss fangen natürlich alle von Joses Sidekicks an, das kleine nackte Kind auf dem Boden auszulachen.
Mit der kleinen Bemerkung, dass es ja auch noch Milch gäbe, leert Jose einen Becher der weißen Flüssigkeit über seinem kleinen Spielzeug aus und schon fühle ich mich wieder an einen Cumshot erinnert.
Was ist Was? Heute: Milchfrühstück

Penny weiß: Die Europäische Kommission in Brüssel erwägt die Einführung eines kostenlosen „Milchfrühstücks" für die rund 32,5 Millionen Schulkinder in der EWG. Diese Maßnahme würde den sogenannten „Butterberg" um jährlich 50 000 Tonnen abtragen und den EWG-Agrarfonds mit etwa 0,07 Milliarden Euro jährlich belasten.
Wäre das nicht eine Idee, die man unterstützen könnte?
Die ganze Situation wird noch dümmer, als Jose sein Uke dazu auffordert, zu bellen wie ein Hund. Anstatt aufzustehen und dem geschminkten Alien einfach eine einzuschenken tut es der kleine Dummkopf auch noch. Aber kommen wir mal zum lustigen Teil der Sache: Dem Suchbild.
Liebe Leser …
Suchen Sie die Nudeln!
(Kleiner Tipp, zwischen Ios Beinen finden sie keine, nicht mal die, die da sein sollte, auf dem Boden aber umso mehr. Offensichtlich serviert man in diesem Knast zum Frühstück gerne Pasta Pomodoro.)

Jose weist darauf hin, dass die Wächter kommen und dass Io sich lieber beeilen solle. Diese Sicherheitsvorkehrungen in diesem Gefängnis beunruhigen mich immer mehr. Und Guys? Der hockt auf seinem Arsch wie alle anderen und nimmt sich vor, dass er niemals so schwach und hilflos sein möchte wie Io. Hier, Mister … wie wäre es denn mal mit ein bisschen Zivilcourage? Wenn du wirklich stark sein willst, dann könntest du dich ja schon ein bisschen für die Hilfebedürftigen und Schwachen einsetzen, oder? … Nein? Ja, war auch nur so eine Idee. Statt dessen streitet er sich lieber mit einem Mitgefangenen um ein Stück Käse. Und nein, das ist kein Witz. Sympathische Helden, Damnterrn! Das, was dieses Spiel so besonders macht.
Mit einem Cut auf den grauen Flur mit den absurd hohen Wänden verlautet ein Wächter, dass Guys Besuch bekommen hat. Wer das wohl sein kann? Vielleicht unsere Eltern? Oh nein, es ist unser sympathischer und fähiger Strafverteidiger Lusca, dem man die Freude, hier zu sein, richtig ansieht. Das mag vielleicht auch daran liegen, dass er mal wieder voll ist wie eine Strandhaubitze und noch dazu eigentlich eher von Guys’ Mutter in den Knast geschickt worden ist, damit es vielleicht doch zu einer Wiederaufnahme des Verfahrens gegen ihr Kind kommt. Schrecklich, immer diese Schnepfen, die einem gestandenen Anwalt erzählen wollen, wie er seinen Job zu machen hat, oder?
Auf jeden Fall hat der Herr Anwalt einen Brief von Zuhause mitgebracht, in dem Guys mitgeteilt wird, dass seine Familie die Stadt die Stadt verlassen hat. Offensichtlich waren seine Geschwister und Eltern dem Zorn der anderen Städter ausgesetzt und mussten sich zurückziehen.
Aber die nächste Nachricht von Lusca wundert mich noch ein wenig mehr. Aus irgendeinem hirnlosen Grund, der nicht erklärt wird (warum denn auch?) darf er mich nur 12 Mal sehen, dafür darf er mir aber ab und an mal Süßkram zustecken. Die Tatsache, dass es ein Ende gibt, in dem der kleine Guys und der große Lusca ein sexuelles Verhältnis miteinander anfangen, gibt der Sache mit den Süßigkeiten noch eine zusätzliche charmante Note, wie ich finde.
Dr. Offensichtlich mag ein Trinker sein, aber immerhin ist er klar genug, um mir als Spieler klar zu machen, dass man ohne neue Beweise leider kein Wiederaufnahmeverfahren durchbringen könne. Guys heult mal wieder rum, dass er nichts gemacht hat und unschuldig ist (habe ich da nicht schon mal drüber gelacht?) und sogar Lusca hat schon nach wenigen Minuten die Schnauze voll von dem Geflenn.
Ich begleite den Herrn Anwalt erstmal nach draußen und verabschiede mich bis zum nächsten Teil des Reviews.
Ach ja, und bevor ich es vergesse: Die niedliche Klugscheißer-Penny wurde von der genialen Userin Vereinsmitglied - Animexx  Standard Major gezeichnet, bei der ich mich gerne an dieser Stelle noch einmal bedanken möchte. Du bist wirklich toll und ich freue mich sehr, dass du mir geholfen hast, das Review noch ein bisschen zu bereichern!

Enzai 04 - Local Hero

Oh, da sind Sie ja wieder, liebe Leser! Schön, Sie wieder zu sehen. Ich kann Sie beruhigen, Sie haben auch gar nichts verpasst bisher. Guys ist immer noch ein naives Halbhirn, Durer wechselt gerade seine Handschuhe und insgesamt hat sich das Ensemble dieses höchst anspruchsvollen Novels dazu entschlossen, zu Höchstleistungen aufzulaufen, um Sie – das geneigte Publikum – zu unterhalten, zu schockieren; ja, gar um Sie aufzuwühlen. Denn wie Sie im weiteren Verlauf sehen werden, ist Enzai keine billige Fleischbeschau, oh nein. Denn nun, meine Damen, meine Herren, liebe Kinder, ist es Zeit, die übrigen Insassen des Gefängnisses ein wenig näher kennen zu lernen. Freuen Sie sich schon? Ja? Ich mich auch.

Als wir unseren Protagonisten das letzte Mal sahen, stand er mit heruntergelassenen Buchsen in der Wachstube und hatte eine ganze Zeitlang Durers Finger in seinem Hintern. Jetzt, nachdem es zum Antreten gebimmelt hat, darf er sich seine Hosen wieder anziehen und merkt an, dass Durer ihn wohl verletzt hat, als er versuchte, in dem Hintern des Jungen nach Waffen zu suchen (Natürlich hat er das gemacht! Anderenfalls wäre das ja nicht mehr als der billigste Aufhänger zu unsittlichem Verhalten gewesen, das … Oh ….). Während Guys das Blut an den Beinen heruntersickert, wird er von Durer angemotzt, dass er nicht rumtrödeln solle. Während Guys mit Schmerzen in der Rückseite neben dem Hauptmann der Wache herwatschelt, bekommt er den Zeitplan vorgebetet.

06:00 Uhr – Wecken

06:00 – 06:05 Uhr – Anziehen

06:05 Uhr – Antreten

06:10 – 06:30 Uhr – Frühstück

06:30 – 12:00 Uhr – Arbeiten

12:05 – Antreten

12:10 – 12:40 Uhr – Mittagessen

12:40– 18:00 Uhr – Arbeiten

18:05 – Antreten

18:05 – 18:35 Uhr – Abendessen

(jeden zweiten Tag die Möglichkeit, sich zu duschen, von 18:35 – 19:05 Uhr, jeden Tag, wenn das Duschen nicht erlaubt ist, sind die Nicht-Duscher für das Waschen der Wäsche zuständig.)

Danach ist bis zum Schlafengehen um 22:00 Uhr die Zeit zur freien Verfügung, eventuelle Vergewaltigungen sind also reines Privatvergnügen. Erstaunlich, oder? Ich naives Stück dachte immer, dass es die Leute damals mit dem Waschen nicht so genau genommen haben. Mit einer Dusche jeden zweiten Tag dürften diese Gefangenen die hygienische Elite des napoleonischen Zeitalters darstellen. Aber ich versuche schon wieder, diesem Spiel mit Logik oder geschichtlichen Fakten beizukommen. Tut mir leid. Bitte entschuldigen Sie mich, während ich mir mein Büßerband um meinen Oberschenkel lege. Durer empfiehlt Guys, er solle nicht zuviel nachdenken (wenigstens das wird ihm nicht besonders schwerfallen) und stattdessen sein Leben nach der Uhr ausrichten. Den Rest könne er sich von seinen Mitgefangenen abschauen, mit denen er sich auch anfreunden könne, wenn er denn wolle. Diejenigen unter ihnen, die noch die Charaktervorstellung im Kopf haben, werden sich daran erinnern, dass die wichtigsten Insassen des Gefängnisses aus Leute bestehen, die ich noch nicht mal meine Einkaufstüten tragen lassen würde.
Ein Szenenwechsel zeigt uns den Hof des Gefängnisses. Seltsamerweise fühle ich mich nicht an einen Hof, sondern eher an den Grund eines Brunnens erinnert, was teils an der runden Bauweise und teils an den wirklich erstaunlich hohen Mauern liegt. Eine hohe Mauer um ein Gefängnis macht natürlich Sinn, das steht vollkommen außer Frage, aber warum baue ich eine, wenn sich in der Mauer Nischen befinden, in denen jeder halbwegs talentierte Klettermaxe nach oben steigen könnte?
Die Gesichter der Insassen erscheinen Guys seelenlos. Besiegt. Gebrochen. Oh, und sie stinken, obwohl sie jeden zweiten Tag duschen dürfen. Irgendwie hege ich den verdacht, dass es sich dabei um den etwas fischigen Geruch männlichen Ejakulats handelt, der sie da so fesch umwölkt, aber beweisen kann ich es nicht. Guys wird mit einem beherzten Schubs nach vorne gedrängt und schüchtern und ukig, wie er nun mal ist, begrüßt er die versammelte Mannschaft erstmal stotternd und mit einem schiefen Grinsen im Gesicht. Da Guys mit seiner unbeholfenen Schüchternheit anziehender wirkt als eine betrunkene Jungfrau auf einer Highschoolparty hat er natürlich auch gleich den ersten schwulen Insassen an der Backe. Der nett gemeinte Rat eines Mitgefangenen, der Junge solle auf seinen Rücken aufpassen, verhallt bei mir im Geräusch, der meine an meine Stirn klatschende flache Hand verursacht. Durer verpasst mir noch schnell die Nummer meiner Zelle und das Antreten ist eigentlich schon beendet und Guys Hintern ist auch schnell vergessen, denn das Bimmeln der Glocke bedeutet vor allem eines:
Es ist Zeit fürs Essen.
Guys steht – wie er nun mal ist – abseits und hält Maulaffen feil, bis er noch einmal von jemandem darauf hingewiesen wird, dass es Zeit wird, die Raubtiere zu füttern. Als Guys sich umdreht, sieht er in das Gesicht von …

WAH!





Aha, er hat also Piercings in den Ohren? Das ist das erste, was dir auffällt, diese kleinen grauen Punkte in seinem Ohr? Nicht seine abgefahren hässlichen Tätowierungen in erstaunlich modernem Design? Auch nicht seine weißen Haare oder seine Augen, die dicker angemalt sind als die von Loretta, der Drag Queen? Seinem Grinsen nach zu urteilen hat der seinen langen Schwanz zwischen die Beine geklemmt und die Hörner auf seiner Stirn eingezogen, weil sie ihm beim Kämmen im Weg waren. Wahrscheinlich ist er der Einzige in diesem Spiel, dessen Design auch nur halb so schlecht ist wie das von Guys. Die Augengröße wurde um 200% reduziert und dafür die Hose um 300% aufgefüllt, das spirrelige Charaktermodell nochmal schnell ein bisschen in die Länge gezogen und die Haare anders gefärbt und tadaaa – fertig ist Captain Scowlyface. Und Guys fühlt sich in seiner Gegenwart unwohl. MIR ist das unbegreiflich.
Gleich darauf schiebt sich der nächste Charakter ins Bild, ein ständiges Anhängsel von Jose, nämlich Io, der von Guys sofort als schwach, klein und ängstlich erkannt wird. Unser Held geht sogar an dieser Stelle schon davon aus, dass es sich bei Io um die „Frau“ von Jose handelt. Uärgs! Erstaunlich, wie schnell sich der plötzlich auftauchende Überlebensinstinkt bei unserem Protagonisten einschaltet. Er meint sich nun sogar in der Lage, die Situation nach Rape-Wahrscheinlichkeit beurteilen zu können und kommt nun zu dem Schluss, dass Io das Ultra-Uke eine kleine Sicherheit für ihn darstellt, denn wer sollte sich schon an ihm vergreifen, wenn jemand in der Nähe ist, der sich noch weniger wehren kann als er? Klare Sache!
Und so kommt es, dass Guys der Orientierungslose hinter Jose und Io hertrabt, hinein in den Speisesaal und in Richtung der ersten(!!!11!elf!!) Entscheidungsmöglichkeit in diesem Spiel.
Was soll ich nun tun? Soll ich

- mich zu Jose an den Tisch setzen; oder
- mich NICHT zu Jose an den Tisch setzen?

Ich entscheide mich für Jose, weil ich sonst ja noch niemanden kenne und ich auf diese Weise vielleicht herausfinden kann, wo er sich seine trendigen Piercings hat stechen lassen. Anfangs ist Guys nicht wirklich von Interesse, schließlich verschwendet der gute Jose keinen Blick an uns, als unser Held fragt, ob er sich mit an den Tisch setzen darf. Dafür bietet er Guys ritterlich an, sein Essen zu nehmen, wenn er es nicht möchte. Das erste, was unser Uke tut, als er beginnt, seine Suppe zu löffeln, ist jammern. Die Suppe ist zu dünn, das Brot ist zu hart und die Kartoffeln haben keinen Geschmack. Immerhin, in diesem Gefängnis gibt es drei Mahlzeiten am Tag, in einer Zeit, in der viele Leute auf den Straßen verhungert sind. Irgendeinen Grund zum Jammern hat das Kind anscheinend immer. Ich wette, seine Familie ist ganz froh, dass er nicht mehr da ist, um sie zu nerven. Aber wenigstens eine Hoffnung gibt es: An Weihnachten, so sagt uns Jose, sei das Essen besser. Danach steht er auf und geht, während Guys widerwillig das Essen nach unten würgt. Als ob das allein nicht schon leidensvoll genug ist, wird die Mitleidsrate rasch um 90 Punkte erhöht, als Io ins Bild stolpert. Sogar Guys scheint ein wenig von ihm irritiert zu sein, entschließt sich aber nun doch, mit dem kleinen Jungen Bekanntschaft zu schließen und lügt sogar daher, dass es nett sei, ihn kennen zu lernen (meine Freude über die Begegnung hält sich im Moment ziemlich in Grenzen). Die beiden tauschen ein paar Gefängnisinterna aus und die schreckliche Tatsache, dass Guys an diesem Tag keine Dusche nehmen können wird, wird noch einmal extra herausgestellt. Warum? Keine Sorge, Sie werden es bald sehen, versprochen. Io, das nette und absolut Vertrauenswürdige Uke erbietet sich, uns in der Zeit, in der sich die anderen Insassen um ihre Wäsche kümmern, ein wenig herumzuführen. Ist das nicht herzig?
Guys freut sich so sehr, dass er sich eines grinst, doch Io schaut nur betreten weg und weicht seinem Blick aus. Meine Damen und Herren, ich möchte an dieser Stelle noch einmal betonen:
Io ist nur nett zu uns und hinter seinem Angebot stehen keinerlei Hintergedanken. Das ist doch sonnenklar. Schließlich ist er lieb, klein und absolut vertrauenswürdig.
Guys, der Schlaufuchs, findet, dass das Verhalten des Kleinen durchaus ein wenig merkwürdig ist, aber er ist sicher, dass sich schon alles irgendwie zum Guten klären wird. Hat ja bisher auch alles wunderbar geklappt. Also tapert Guys dem Jungen hinterher. Unser Mitinsasse zeigt uns die Bibliothek, die Duschen, die Werkräume, den Swimmingpool, die Hausbar und den Abenteuerspielplatz bis Io schließlich den wichtigen Teil der Führung ankündigt: Die Zellen.
Nochmal für alle, die es nicht mitbekommen haben: Da steckt kein gemeiner Trick dahinter. Gar nicht! Wie kommen Sie nur auf solche Gedanken!
Dem Protagonisten des Novels fällt auf, dass ihm bisher niemand gesagt hat, wo seine Zelle ist und Io versichert, dass er, als er hierher gebracht wurde, das gleiche Problem hatte. Offenbar ein kleiner Witz der Gefängnissicherheit. Nichts ist komischer, als einen neuen Häftling an seinem ersten Abend wimmernd durch die Flure kriechen zu lassen, auf der Suche nach seinem Schlafplatz.
Unser neuer kleiner Freund führt uns in einen langen, dunklen Gang, in dem sich sehr viele Zellen befinden.
Keine Hintergedanken! Von einer Falle keine Spur! Ich garantiere, dass …
Nun, lassen wir diesen Unsinn. Natürlich wissen wir doch alle, worauf das hinauslaufen wird, oder?
“Komm Guys, lass uns in diesen dunklen Gang gehen, ganz allein.“
„Oh ja, gerne! Was machen wir denn da?“




Plötzlich der vorher ach-so-gesprächige Io ziemlich still, wie er da mit einem durch den Gang schleicht und dreht unserem Helden nicht einmal mehr den Kopf zu, wenn er ihm antwortet. Langsam, ganz langsam, kommt unserem klugen Guys an der ganzen Sache etwas spanisch vor, aber noch bevor die Gedankenblase in seinem Schädel platzen kann, steht er schon vor Ios Zelle und ist – wie er und wir erschrocken und unglaublich überrascht feststellen müssen – nicht mehr allein. Jemand grabscht nach ihm und zerrt ihn in die Zelle. Und dort wartet auch schon Jose auf uns! *gasp*




Nun ja, wir wollen ja nicht überreagieren, nicht wahr? Immerhin könnte er alle möglichen Gründe haben, hier zu sein und dafür zu sorgen, dass Io Guys hierher lockt. Und gleich darauf können wir alle erleichtert aufatmen: Er hat nicht mehr getan, als eine Willkommensfeier für unseren Helden auf die Beine zu stellen. Uff, sind Sie auch so beruhigt wie ich, liebe Leser? Dann können wir also davon ausgehen, dass die Typen, die uns gerade festhalten, nur verhindern, dass wir uns bei unseren unausweichlichen Freudensprüngen verletzen. Gleich bringen die Jungs einen Kuchen und Bowle und wir werden alle …

Um Gottes Willen!



Ich hasse diesen Novel, ich hasse ihn, ich hasse ihn. Oh ja, für den Fall, dass Sie sich fragen, was Guys da im Mund hat: Das ist seine Unterhose. Natürlich hat er gerade die üblichen Uke-Probleme: Seine Körperhaltung ist ihm zu unbequem, seine Unterhose scheint nicht nur so luftundurchlässig zu sein, dass er fast erstickt (Junge, du hast eine Nase im Gesicht!), sondern sie dämmt auch noch jeden seiner Laute so ein, dass er wieder einmal nur wimmern und quieken kann. Gut, ich hätte das Stückchen Stoff wahrscheinlich ausgespuckt und dann laut um Hilfe geplärrt. Aber dann wäre vielleicht Durer gekommen und … gut, wahrscheinlich hätte ich es doch lieber sein gelassen. Auf jeden Fall scheint Guys die ganze Prozedur nicht ganz zu bekommen, er befürchtet sogar, dass seine inneren Organe mit aus seinem Hintern flutschen könnten, als einer der Insassen die Finger wieder aus seinem Darm zieht. Ich weiß nicht ganz, wie er sich das vorstellt, aber man möge mir verziehen, dass ich das Bild, das sich gerade in meinem Kopf formt, amüsanter finde als das, was gerade auf meinem Bildschirm vor sich geht. Nun ja, aber dabei bleibt es natürlich nicht und ratzfatz steckt Jose mit seinem … nun, er befriedigt … ach, was zum Teufel! Er fickt Guys den Verstand aus dem kleinen Kopf. So, nun isses raus! Endlich! Tut mir leid, dass ich nicht mehr in der Lage bin, das noch irgendwie freundlich zu umschreiben, aber es geht im Moment einfach nicht mehr. Schon allein die plötzlich eingespielten klatschenden Geräusche, die das grafisch eigenwillige Gerammel untermalen, treiben mich an den Rand eines unangenehm tiefen Abgrund. Jose ist begeistert darüber, dass Guys vorher noch nie mit einem Mann intim war, rät ihm, dass er diesen Moment genießen solle und mir wird schlecht. Während die Männer noch ein bisschen über das Blut sinnieren, das aus Guys’ Arsch sickert und ich damit kämpfen muss, meinen Kakao in mir zu behalten, bin ich mir noch nicht über im Klaren, was mich hier erwartet: Die Enzai-Cumshots. Ich kann es hier ja schon einmal vorweg nehmen, schließlich ändert sich an dieser Tatsache im Verlauf des gesamten Spiels nichts: Die Bishis in Enzai sind nicht nur teilweise heftig deformiert, sondern können auch kommen wie die Feuerwehrschläuche. Hier beispielweise fließen so viele Säfte zärtlicher Zuneigung, dass der winzige Shota-Arsch unseres Helden nicht in der Lage zu sein scheint, die ganze Masse überhaupt aufzunehmen; das zumindest ist die einzige Erklärung für die Sperma-Explosion, die gerade in meinem Monitor vonstatten geht.
Höflich, wie Jose ist, teilt er seine neue Eroberung mit seinen Kumpels und so kommt es, dass die Feier doch ein bisschen länger dauert. Teilweise können wir verwöhnten Kinder der Neuzeit wohl froh sein, dass es moderne Unterhaltungsmedien gibt, mit denen man sich auf einer Feier die Zeit vertreiben kann. Hätte man statt Guys’ Hintern beispielsweise „Guitar Hero“ oder „Dance Dacne Revolution“ auspacken können, wäre der Abend bedeutend schmerzloser gewesen.

Nach dem Ringelpiez ist unser Held so erschöpft, dass er sich beim Laufen mit der Schulter an der Wand abstützen muss, um nicht umzufallen. Und genau das ist einer der Zeitpunkte im Leben, in denen man unbedingt einem fröhlichen Arschloch begegnen will, das sich amüsiert darüber zeigt, dass man aus dem Arsch blutet und nicht mehr aufrecht gehen kann. Wer auf der ganzen Welt wäre wohl so ein gefühlloses Arschloch? Genau, richtig, es ist Evan, eigentlich einer der geplanten Sympathieträger in diesem Novel. Ja, richtig, er hat schon so eine liebenswürdige Art an sich, dass man ihn einfach mögen muss, da hat man gar keine große Wahl. Die beiden haben ein Geplänkel darüber ob Guys nun ein Kind und Evan ein alter Mann ist (er ist Anfang 30) und schließlich erbarmt sich Evan doch noch, unseren Protagonisten zu stützen, bevor er ganz zusammenbricht.

Und mit dieser ruhigen Szene verabschiede ich mich für dieses Mal. Im Moment fühle ich mich so schmutzig, dass ich dem Verlangen, eine heiße Dusche zu nehmen, nicht mehr widerstehen kann.
Nächstes Mal lernen wir, was nachts durch die Gänge des Gefängnisses spukt, wie ein waschechtes Uke frühstückt und warum es manchmal besser ist, nicht immer den billigsten Anwalt zu nehmen.
Bis dann!

Enzai 03 - Saved by the bell

Kaffee? Check!
Zigaretten? Check!
Extra starke Minzbonbons? Check!
Zitronenlimonade? Check!
Schmusekissen? Check!
Einen Vorrat Fluoxetin? Check!

Gut, dann denke ich, wir können loslegen, nicht wahr? Wundern Sie sich? Nun ja, wenn SIE mutig genug sind, sich knietief in den Wahnsinn zu wagen und dabei unvorbereitet zu gehen, dann ist das IHRE Entscheidung. Ich allerdings neige dazu, mich lieber ein bisschen zu gut vorzubereiten als zu wenig. Und kommen Sie bloß nicht auf den Gedanken, ich würde mein Fluoxetin mit Ihnen teilen, wenn Sie mich darum anflehen.

Als wir Guys, unseren sympathischen Helden, das letzte Mal sahen, war er mit seinem Arsch gerade auf dem Weg in den Knast, nachdem er aufgrund eines erpressten Geständnisses wegen Mordes zu lebenslanger Freiheitsstrafe verurteilt wurde.
Der Hintergrund des Gefängnisflurs besteht aus kaum mehr als einem lausgrauen und absurd hohen Gang, der sich in eine schwarze Unendlichkeit erstreckt. Wer sich schon einmal gefragt hat, warum die Zwerge im Film „Der Herr der Ringe“ die Minen von Moria so unglaublich hoch angelegt haben, obwohl es doch … nun ja … Zwerge waren, der wird sich angesichts der tristen Kulisse hier sie selbe Frage stellen. Vermutlich könne hier mit Leichtigkeit ein Riese durchtoben, ohne den Kopf einziehen zu müssen. Der Effekt auf kleine Alibi-Ukes soll wohl sein, dass sie durch den bloßen Anblick eingeschüchtert werden. Warum versuche ich eigentlich noch, mit LOGIK an dieses Spiel zu gehen? Ach ja, ich weiß, vermutlich, damit ich der epischen Geschichte folgen kann. Vergess’ ich immer wieder, sorry.

Die Wache, die Guys hereinführt, ist anhand ihres kleinen Charakterbildes neben dem von ihr gesprochenen Text bereits als Mitglied der geheimen Bishi-Brigade aus Bückelshausen zu identifizieren. Obwohl eigentlich noch nicht wirklich viel passiert ist, flennt Guys schon herum. Alles sei so dunkel und der kurze Marsch durch die Gänge kommt ihm wie eine Ewigkeit vor … Ja Junge, wem erst nach der Verhandlung einfällt, zu sagen, dass er niemandem etwas getan hat, der verdient eigentlich auch nichts anderes. Eigentlich solltest du schon froh sein, dass Blödheit keine körperliche Qual verursacht. Aber das ist nur meine persönliche Meinung. Umso verwirrender finde ich, dass die ganze Zeit neben Guys’ Heulphrasen immer noch das Gesicht von „Guard A“ steht. Für einen Moment könnte man denken, dass wir unbemerkt die Perspektive gewechselt haben und nun einem sehr labilen Wachmann dabei zuhören, wie er seinen Job beklagt. *seufz*
Aber nein, der Wächter kündigt eine „medizinische Routineuntersuchung“ an und in meinem Kopf beginnt es, zu ziehen. Man muss das Spiel nicht schon einmal gespielt haben um erraten zu können, wie diese Untersuchung aussieht. Aber nun ja, bitte sehr.
Nachdem wir in einen Raum mit einer sehr, sehr dicken Holztür geschoben werden, lernen wir Durer kennen, der sich erst einmal unsere Papiere ansieht und dann feststellt, dass wir ein böser Junge sind. Offenbar sind wir einer der wenigen Fälle, die wegen latenter Freundlichkeit hierher geschleift wurden.
Guys beginnt sofort wieder mit seiner Heulerei. Er fühlt sich unwohl dabei, von Durer gemustert zu werden und mein Mitleid hält sich in Grenzen. Freundlich, wie er nun mal ist, weist uns Durer darauf hin, dass wir hier an einem äußerst schrecklichen Ort gelandet sind. Geez, danke schön. Das hätte ich ohne ihn gar nicht realisieren können. Vermutlich hätte sich Guys nach dem Gespräch gar auf die Suche noch dem Wellness-Bereich gemacht, aber ich denke, das kann er sich auch sparen. Wie es sich für einen Hengst in Uniform nun mal gehört, kommt der Chef der Wache nun auf unseren Helden zu und packt ihn am Kinn. Offenbar haben wir unseren neuen Seme ein bisschen zu lange und zu schief angesehen. Er packt den Jungen am Kragen und drückt ihn gegen die Wand.

Ist hier jemand überrascht?

Naja, Guys kassiert auf jeden Fall einen Tritt (wohin, das wird verschwiegen) und wird nochmal darüber aufgeklärt, dass Durer hier das Sagen hat und seine Befehle ohne Wenn und Aber zu befolgen sind. Sollte sich unser Held widersetzen, dann würde er nicht so einfach davonkommen.
Anstatt einfach zu nicken, sind Guys anscheinend plötzlich ein paar Eier gewachsen. War er vor Gericht noch zu feige/blöd/whatever, um sein Geständnis zu revidieren, fragt er nun, wieso er sich von Durer zusammentreten lassen solle. Offenbar hat dem kleinen Trottel niemand beigebracht, angemessen zu reagieren. Oder das ist einfach der Fluch eines Ukes, das keinerlei ausgearbeiteten Charakter hat und deswegen als Plotdevice beliebig so regieren kann, wie es der Story gerade am besten in den Kram passt. Gut, das kann ich auch verstehen. Ukes sind immer dann am Witzigsten, wenn sie einen Willen haben, den man brechen kann. Und da Guys vorher eindeutig keinen Willen hatte, hat man ihm in dieser Situation ganz fix einen angedichtet. Sie wissen schon, für den Spieler. Es soll ja spannend bleiben.

Auf jeden Fall wird Guys plötzlich mutig und plärrt Durer an, er habe kein Recht, sich so zu benehmen, schließlich sei er nur ein Wächter. Ja. Einer von den Typen, denen du wehrlos ausgeliefert bist, wenn die das wollen. Ich sage es Ihnen, liebe Leser: Guys ist so blöd, der würde seinen eigenen Interactive Novel mit einem Lenkrad spielen.
Apropos „Interactive“ und „spielen“ … bisher habe ich nicht eine einzige Entscheidung selbst treffen können. Ansonsten hätte ich statt „rumbitchen“ vielleicht „Fresse halten“ angeklickt und dann wäre diese Szene nicht so den Bachgraben runter gegangen, wie sie es jetzt tut.
Denn natürlich sieht Durer das Aufmucken seines neuen Schützlings als Einladung. Vermutlich hätte sich Guys auch gleich die Hose runterziehen und sich eine Zielscheibe um seinen After malen können, es wäre aufs Selbe hinausgegangen.
Aber kommen wir erstmal zum zärtlichen Vorspiel. Durer schubst Guys zu Boden, packt ihn an den Haaren und scheuert das kleine Milchgesicht unseres Helden erstmal über den rauen Steinboden. Guys flennt natürlich sofort rum und sein Seme verdstärkt noch ein wenig die Kraft, mit der er mit dem Kind den Boden aufwischt. Laut Guys Beschreibung färbt sich der Boden mit seinem Blut ein.
Wow, ich meine … Durer muss mit dem bisschen Geschrubb quasi sein Gesicht geschält haben. Jeder, der schon mal hingefallen ist, kann sich sicher daran erinnern, dass aus Schürfwunden das Blut nicht gerade in Litern herausschießt. Aber vielleicht war das damals in Frankreich anders.
Die nächsten paar Zeilen sind nicht viel mehr als Gejammer von Guys (autsch tut das weh, oh Gott, da ist Schmutz in meiner Wunde, rabäh rabäh) und Durers blöde Sadistenkommentare (Ooooch, du blutest ja; DAS tut mir aber leid *höhö*), bis unser Held schließlich begreift, dass er Durer ausgeliefert ist und er fragt sich, wie er vergessen konnte, niemals jemanden herauszufordern, der mächtiger ist es er. Junge, ich glaube, das liegt einfach nur daran, dass du ein kleines devotes Amöbenhirn bist, dem die unglückliche Rolle des Bückstücks zugefallen ist. Aber glaub mir, das ist nicht das letzte Mal, dass du reagierst wie ein Hirnverbrannter.

Sogar Durer hat gecheckt, dass Guys ein Idiot ist, und das ist schon erstaunlich, schließlich ist unser blonder Seme eigentlich nicht mehr als Samenstränge auf zwei Beinen. Unser Held wird aufgefordert, aufzustehen aber ukig, wie er nun mal ist, hat er einen Schwächeanfall der plötzlichen Plot Convenience, was natürlich nicht mehr ist als eine Aufforderung, ihn doch nochmal ein bisschen zu treten. Durer kann der natürlichen Unterwürfigkeit und Hilflosigkeit natürlich nicht widerstehen und tritt einmal beherzt zu.
Warum ist eigentlich jeder in diesem Spiel so schrecklich vorhersehbar?

Kaum hat Guys sich auf seine Beine gewuchtet, wird er auch schon von Durer begrabscht. Oh, aber keine Sorge, ich denke, wir können sicher sein, dass der Hauptmann der Wache einfach nur seine Arbeit macht und Guys auf mögliche Waffen untersucht, die er am Körper tragen könnte. Gut, dass er das JETZT schon macht. Ein wirklich mordlüsternes Uke hätte ihn in der Zeit zwar schon hundertmal anfallen und abstechen können, aber es war ja wichtiger, erstmal die Positionen zu klären. Außerdem bin ich ja kein Fachmann, was weiß ich schon darüber, wie ein Wachmann seinen Job zu machen hat.
Guys versichert, dass er natürlich nichts mitgenommen hat, nichts in seinen Taschen, nichts in seinem Kopf – wie immer.
„Bist du sicher?“, fragt Durer und fängt an, an Guys’ Brustwarzen zu fummeln. Was soll das? Glaubt er, wenn er die richtige Kombination dreht, geht an dem kleinen Jungen vor ihm eine Klappe auf? Oder geht es ihm *gasp* GAR NICHT UM EINE LEIBESVISITATION IM KLASSISCHEN SINNE?! Halten wir einen Moment betroffen inne.



So, das reicht dann jetzt auch, denke ich. Sehen wir lieber, was weiter passiert. Guys tun die Nippel weh und Durer grabscht untenrum weiter. Ja. Eigentlich sollten wir das jetzt verwerflich finden, denke ich. Aber ich bin sicher, dass das schon in Ordnung geht, schließlich ist dies gerade der Punkt, an dem Durers „interessanter Charakter“ eingeführt wird. In welche Körperöffnung man ihn einführt, das lasse ich jetzt einfach vorerst unbeantwortet, zügeln Sie ihre Ungeduld nur noch ein paar Minuten, meine Lieben.
Guys fühlt sich bedrängt (ach was!) und weicht zurück, was unserem Wachmann allerdings nicht zusagt. Er lässt sein neues Bückstück nicht ganz so einfach davon kommen, oh nein. Es geht weiter mit Getatsche. An den Hüften, am Arsch, ganz egal.
Offenbar dräut auch unserem Helden, was uns eigentlich schon seit einer ganzen Weile klar ist. Er selbst, so sagt er, hat keine Erfahrung, seine Freunde allerdings haben sich schon hin und wieder an Pädophile verkauft (einer nannte sich später Louise Hardwich, ließ sich die Haare lang wachsen und wurde oberster Rape-Agent in seinem eigenen Novel). So weiß Guys zwar, was ein „Mann mit einem anderen Mann tun kann“, will das aber – wie sich das für ein Uke seines Schlages gehört – nicht. Wie dem auch immer sein mag, Durer ist das aber alles sehr gleich und er fordert den Jungen auf, die Hosen auszuziehen, seine Hände auf den Tisch zu stützen und sich nach vorn zu beugen.



Guys möchte gerne wegrennen. Ich auch. Allerdings bleiben wir beide. Denn – wie er mit seinem messerscharfen Verstand sofort erkennt: Er ist in einem Gefängnis (selbst schuld!) und er glaubt nicht, dass er da SO einfach wieder rauskommt. Inzwischen glaube ich, dass Guys’ Eltern schwer alkoholabhängig waren, als sie ihren Sohn gezeugt haben. Wie sonst kann man entschuldigen, dass der Junge so ausgesprochen matt auf der Platte ist?
Schon seit einer Weile habe ich Guys’ verschrammtes Gesicht in diesem irritierenden Farbwirbel vor meinem Gesicht und bin so zermürbt, dass mein Herz sogar hüpft, als Durer seinen Schlagstock hebt, weil ihm der Blick des Jungen nicht in den Kram passt.



Ich weiß, Sie kennen das Bild schon, aber schauen Sie doch bitte noch einmal genau hin. Erinnern Sie sich noch an die Massen von Blut, die aus den Gesicht unseres Helden geschossen sind, als er mit dem Gesicht über den Boden gerubbelt wurde? Wenn Sie es noch nicht wieder verdrängt haben, sollte das der Fall sein. Sehen Sie die schrecklichen Wunden, die den hohen Blutverlust rechtfertigen?
Nein?
Gut, ich auch nicht. Als ich damals als Kleinkind mit dem Gesicht voraus vom Bobbycar gefallen bin, sah ich schlimmer aus, glauben Sie mir.
Da Guys nicht unbedingt nochmal verprügelt werden will, gehorcht er nun doch, zittert aber so zum Gotterbarmen, dass er es nicht mal schafft, sich das Höschen runterzuziehen.

Oooooch! Wie süß und ukig! *kawaiiiiiii* ^____^

Dem Himmel sei Dank ist ja noch Onkel Durer da und zögert nicht, uns zu helfen. Einmal herzhaft gerupft und unten ist die Buchse. Und nun raten Sie mal, wo Onkel Durer gleich mit seiner Suche nach Waffen oder Drogen oder Süßigkeiten weitermacht.
Geenau!


I’m in ur Enzai stealin’ ur kuwaih!

Das wirklich Interessante an dieser Szene ist eigentlich die Tatsache, dass Durer IMMER NOCH seine weißen Handschuhe trägt. Auf der einen Seite sicherlich gut für ihn, auf der anderen Seite frage ich mich, wer seine Wäsche wäscht.

Durer: „It’s pretty narrow. I can’t investigate like this. We’ll have to widen it up.”


Ein interessanter Charakter, nicht wahr?

Entschuldigen sie bitte, ich glaube, mir ist gerade eine Ader im Kopf geplatzt. Ich bin gleich wieder da …

Was als nächstes passiert ist eigentlich … ähm … Geschmackssache. Ja.
Erst puhlt Durer Guys ein wenig im Hintern herum und beweist dann dem Kleinen und natürlich auch mir, wie gern er Schokolade mag. Köst-lich!
Guys nutzt die Gelegenheit, um uns seine innerste Gefühlswelt zu offenbaren. Wie eng sein Arsch doch ist, wie komisch sich das alles anfühlt, aua aua, das ist ja alles so komisch, was soll das, ich mag nicht, ich will nicht … Sie können es sich ja denken.
Als Durer sich noch einmal mit den Fingern vergewissern will, dass Guys auch keine Pumpgun in seinem Anus stecken hat, geht eine Wimmer- und Quiekorgie sondersgleichen los. Schon mal auf einen Hamster getreten? Ich glaube, das klänge besser als das Gewimmer, das meine Ohren im Moment penetriert. Es ist ein wenig so, als würde ein Bishi-Seme in Uniform mich in beide Gehörgänge gleichzeitig vergewaltigen.
Auf jeden Fall hat Guys Angst um seine inneren Organe. Wegen … Durers Fingern in seinem Arsch. Das müssten dann auf jeden Fall sehr, sehr LANGE Finger sein, denn ich erinnere mich, dass so ein Darmtrakt doch eine gewisse Länge hat.
Und noch etwas klingt komisch: Warum tönt der Fingerbang in Guys’ Hinterteil eigentlich so überaus und unangenehm glitschig und feucht? Obwohl … nein, vergessen Sie bitte diese Frage. Ich will selbst nicht über mögliche Erklärungen nachdenken.

Durer: „You’ll get used to this sooner or later

Im Moment bin ich mir nicht ganz sicher, ob er damit Guys oder mich meint, aber wahrscheinlich läuft es ohnehin aufs selbe raus. Nach einer kleinen spöttischen Bemerkung quetscht der Wachmann noch zwei weitere Finger dazu, was Guys dazu bringt, NOCHMAL zu betonen, wie eng das alles ist. Verdammt nochmal, Junge! Je weniger ich über deinen Arsch weiß, desto besser. Allerdings … was ist aus der versprochenen medizinischen Routineuntersuchung geworden, die man uns am Anfang dieser Szene versprochen hatte? Ist sie das schon? Kommt sie noch? Bezahlt das die Kasse? Und was hat es mit der geheimnisvollen „warmen Flüssigkeit“ auf sich, die Guys nun an sich herunterlaufen fühlt? Wieviele warme Flüssigkeiten kann man im Arsch eines durchschnittlichen Menschen finden? Langsam habe ich das Gefühl, das Kind ist ein Bluter.
Durer fummelt noch ein bisschen wilder und Guys kreischt dabei wie ein kleines Mädel am Spieß. Eigentlich kann er froh sein, dass er nicht das Uke in einem FF-Universum ist, in dem Male Pregnancy existiert, sage ich da nur.

Und so plötzlich, wie der ganze Spuk angefangen hat, ist er auch wieder vorbei. Eine Glocke bimmelt die volle Stunde ein und Durer – die Pünktlichkeit in Person – findet, dass nun wohl keine Zeit mehr ist, um kleine Kinder anal zu quälen.
Guys fällt uke-typisch erstmal halb in Ohnmacht (natürlich jetzt, wo’s vorbei ist. NICHT vorher) berappelt sich aber wieder, als Durer ihn auf das nächste Mal vertröstet. Ja, und der kleine Stoppelhüpfer ist auch noch ÜBERRASCHT! Du hast dir die Sache mit dem Knast eingebrockt, jetzt löffelst du sie auch aus.
Der Chef der Wache weist den Kleinen an, sich anzuziehen und mitzukommen. Schließlich ist es Zeit für das Antreten der Gefangenen und jemand muss ihn doch den anderen vorstellen, nicht wahr?

So, liebe Leser. Ich vertröste Sie jetzt auch auf das nächste Mal.
Und bringen Sie dann ihre eigenen Beruhigungsmittel mit, ja? Sie sehen FURCHTBAR aus!